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"Abschreckung stärken": Nordkorea will schneller aufrüsten

Südkorea und die USA würden die Region "an den Rand eines Atomkriegs" bringen, so Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un.
NKOREA-POLITICS

Zusammenfassung

  • Kim Jong-un kündigt eine beschleunigte Aufrüstung Nordkoreas an und will die nationalen Verteidigungsfähigkeiten sowie die Abschreckung weiter stärken.
  • Pjöngjang wirft den USA und Südkorea vor, die Region mit ihrer Militärpolitik und dem geplanten Bau eines Atom-U-Boots für Südkorea an den Rand eines Atomkriegs zu bringen.
  • Nordkorea erklärt seinen Status als Atommacht für nicht verhandelbar und treibt sein trotz UN-Sanktionen fortgesetztes Atomwaffen- und Raketenprogramm weiter voran.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat eine weitere Aufrüstung seines Landes angekündigt. Kim habe das Ziel bekräftigt, "die nationalen Verteidigungsfähigkeiten schneller auszubauen", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag. 

Er warf den USA und Südkorea demnach vor, die Region "an den Rand eines Atomkriegs" zu bringen und verwies dabei auf die Pläne zum Bau eines Atom-U-Boots für die südkoreanische Armee.

Angesichts solcher Entwicklungen müsse Nordkorea zu seiner Selbstverteidigung die "Abschreckung weiter ausbauen und stärken", sagte Kim. Der nordkoreanische Machthaber äußerte sich zum Abschluss eines Treffens der in dem abgeschotteten Land regierenden Partei der Arbeit Koreas. Nach Angaben von KCNA herrschte dabei Einigkeit, dass der "stetige Ausbau und die Stärkung der Nuklearstreitkräfte" der einzige Weg sei, um der "unvorhersehbaren internationalen militärischen und politischen Lage aktiv und selbstbewusst zu begegnen".

"Status als Atommacht nicht verhandelbar"

Kims einflussreiche Schwester Kim Yo-jong hatte Verhandlungen über Nordkoreas Atomprogramm kürzlich eine entschiedene Absage erteilt. "Unser Status als Atommacht ist absolut nicht verhandelbar", betonte sie vor rund zwei Wochen. Nordkorea werde "keinerlei Drohungen hinnehmen".

Der UN-Sicherheitsrat hatte wegen Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramms zahlreiche Sanktionen gegen das Land verhängt. Pjöngjang treibt sein Atomwaffen- und Raketenprogramm dennoch weiter voran. 2023 verankerte Nordkorea seinen Status als Atommacht auch in seiner Verfassung. In den vergangenen Monaten hatte Nordkorea mit neuen Waffentests weltweit Besorgnis ausgelöst.

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