„Fokus auf Familie“: Trumps Sprecherin Karoline Leavitt hört auf
US-Präsident Donald Trump verliert eine seiner engsten Mitarbeiterinnen im Weißen Haus: Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, gibt ihren Job mit Monatsende auf. Sie wolle mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen, teilte Trump am Mittwochnachmittag (Ortszeit) mit. Sie war erst vor gut einem Monat aus der Babypause zurückgekehrt. Am 1. Mai hatte die 28-Jährige ihr zweites Kind zur Welt gebracht, eine Tochter.
Leavitt werde nun eine seiner „wichtigsten externen Beraterinnen“ und eine „einflussreiche Stimme innerhalb der Republikanischen Partei“ sein, betonte Trump. Die Nachfolge im Weißen Haus war zunächst unklar. In Leavitts Babypause von April bis Juli hatte ihre erste Stellvertreterin Anna Kelly die Pressebriefings im US-Regierungszentrum geleitet.
Bei Medienvertretern umstritten
Leavitt ist die bisher jüngste Pressesprecherin des Weißen Hauses. Sie ist mit dem 32 Jahre älteren Immobilienunternehmer Nicholas Riccio verheiratet. Ihr Sohn Nicholas war im Juli 2024 während des Präsidentschaftswahlkampfs von Trump auf die Welt gekommen. Damals kehrte sie schon wenige Tage nach der Geburt auf ihren Posten zurück.
Leavitt ist bei Medienvertretern umstritten. Sie greift bei ihren Briefings im Weißen Haus regelmäßig Journalistinnen und Journalisten an und wirft ihnen bei kritischer Berichterstattung über Präsident Trump „Lügen“ und Verbreitung von „Fake News“ vor. Unter ihrer Leitung wurde der Zugang für eine Reihe renommierter Medien eingeschränkt, dafür wurden Trump-freundliche Influencer und Podcaster in den Pool aufgenommen. Von dem Ausschluss betroffen war unter anderem die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP).
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