Trauer um berühmten US-Bürgerrechtsaktivisten: Jesse Jackson ist tot

Der zweimalige Präsidentschaftskandidat wurde 84 Jahre alt. Er starb friedlich im Beisein seiner Familie.
Jesse Jackson trägt einen Anzug mit Nadelstreifen, eine rote Krawatte und eine Auszeichnung.

Der bekannte US-Bürgerrechtsaktivist Jesse Jackson ist tot. Der schwarze Politiker, Pastor und Weggefährte der Bürgerrechtsikone Martin Luther King starb am Dienstag im Alter von 84 Jahren, teilte seine Familie mit. "Sein unerschütterlicher Glaube an Gerechtigkeit, Gleichheit und Liebe hat Millionen Menschen inspiriert," hieß es in einer Erklärung. Die Familie Rief dazu auf, im Gedenken an Jackson dessen Kampf für Werte wie Gerechtigkeit und Gleichberechtigung fortzusetzen.

Seit den 60er Jahren hatte Jackson sich im Kampf für die Rechte von Afroamerikanern in den USA engagiert. Als Politiker der Demokraten bewarb er in den 80er Jahren zweimal für die Kandidatur um das Präsidentenamt und bereitete damit letztlich den Weg für die Wahl des ersten schwarzen Präsidenten Barack Obama im Jahr 2008. Nach Angaben seiner Angehörigen starb Jackson am Dienstag "friedlich im Kreise seiner Familie".

"Sein unerschütterliches Engagement für Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschenrechte trug dazu bei, eine globale Bewegung für Freiheit und Würde zu formen", hieß es in einem Statement der von Jackson gegründeten Stiftung Rainbow Push Coalition. "Unser Vater war ein dienender Anführer - nicht nur für unsere Familie, sondern für die Unterdrückten, die Stimmlosen und die Übersehenen auf der ganzen Welt."

"Regenbogen" und "Ebony"

Geboren wurde Jackson 1941 in Greenville im Südstaat South Carolina als Jesse Louis Burns, später nahm er den Nachnamen seines Stiefvaters Charles Jackson an. Jesse Jackson studierte Theologie in Chicago, als er seine Mitarbeit in der Southern Christian Leadership Conference des legendären Bürgerrechtlers King begann. Jackson war mit Martin Luther King in Memphis, als dieser 1968 ermordet wurde. Später gründete er eigene Organisationen, die 1996 in der "Regenbogen"-Koalition aufgingen - eine Initiative, die sich nach eigenem Bekunden "für sozialen Wandel" engagiert.

In den 70ern zählte Jackson für das Magazin "Ebony" (Ebenholz) zu den hundert einflussreichsten schwarzen Amerikanern. Im darauffolgenden Jahrzehnt wurde der Baptistenpfarrer einer der bekanntesten afroamerikanischen Politiker. Jackson heiratete 1963 seine College-Liebe Jacqueline Lavinia Brown, das Ehepaar hat fünf Kinder. Um Jacksons Gesundheit stand es seit Jahren nicht besonders gut. 2017 teilte er etwa mit, dass er an Parkinson erkrankt sei. Bei der Coronavirus-Pandemie mussten er und seine Ehefrau nach einer Infektion im August 2021 im Krankenhaus behandelt werden.

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