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Politik Ausland
02/23/2021

Jeep soll nicht mehr Cherokee heißen - Protest der Ureinwohner

Jetzt hat die US-Debatte um rassistische Bezeichnungen auch die Autoindustrie und eine ihrer bekanntesten Modelle erwischt..

von Konrad Kramar

Angehörige der US-Ureinwohner der Cherokee haben die Entfernung ihres Namens vom gleichnamigen Geländewagen der Firma Jeep gefordert. „Ich bin sicher, dass es gut gemeint war, aber es ehrt uns nicht, unseren Namen auf die Seite eines Autos geklebt zu sehen“, erklärte der Cherokee-Vertreter Chuck Hoskin Jr. in einer Stellungnahme am Montag. 

"Kulturelle Angemessenheit"

Er forderte eine Debatte über „kulturelle Angemessenheit“ mit dem Hersteller.
„Wir leben in einer Zeit, wo Unternehmen und Sportvereine aufhören sollten, Namen, Bilder und Maskottchen amerikanischer Ureinwohner auf ihren Produkten und Trikots zu verwenden“, forderte Hoskin. Wer sein Volk ehren wolle, solle über seine souveräne Regierung, seine Rolle in den USA, seine Geschichte, Kultur und Sprache lernen.

Streit um Football Team

Der in den vergangenen Jahren heftig hochgekochte Streit um rassistische Namensgebungen hat in den USA zuletzt eines der bekanntesten Football Teams erwischt: Die Washington Redskins, also "Rothäute". 

Bereits seit Jahrzehnten kämpften Vereinigungen und Interessensvertretungen der amerikanischen Ureinwohner ("native americans") gegen die Bezeichnung  im Mannschaftsnamen, da der Ausdruck als ihnen gegenüber beleidigend verstanden wird. Im Vorjahr setzte man sich endgültig.  Der Klub änderte den Namen übergangsweise in „Washington Football Team“. Mit dem neuen Namen, der wohl so neutral wie möglich gewählt wurde, wollen sich die Fans des Vereins jedoch nicht abfinden. Sie protestieren seither bei jedem Spiel und fordern auf Transparenten den alten Namen zurück.

Autokonzern zögert noch

Noch nicht entschieden hat sich unterdessen Jeep, respektive der Mutterkonzern Stellantis. Immerhin heißt das Auto seit 1970 so.

 

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