Proteste im Gazastreifen hören nicht auf

© EPA/MOHAMMED SABER

Politik Ausland
08/30/2021

Israelischer Grenzpolizist stirbt nach Konfrontation am Gaza-Grenzzaun

Der dritte Tote nach Konfrontation. Der 21-jährige Scharfschütze ist nach einer Woche im Krankenhaus gestorben.

Nach Konfrontationen mit Palästinensern am Gaza-Grenzzaun vor rund einer Woche ist ein israelischer Grenzpolizist seinen Schussverletzungen erlegen. Der 21-jährige Scharfschütze sei im Krankenhaus gestorben, teilte die Grenzpolizei am Montag mit. Ministerpräsident Naftali Bennett sagte: „Barel war ein Kämpfer in seinem Leben und in seinem Tod.“


Bei den Zusammenstößen am vorvergangenen Wochenende waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza zudem insgesamt 41 Palästinenser verwundet worden. Zwei starben vergangene Woche an ihren Verletzungen - ein zwölfjähriger Junge und ein Mitglied des bewaffneten Arms der islamistischen Hamas, der Kassam-Brigaden.


Die Konfrontationen im Grenzgebiet waren die gewaltsamsten seit 2019, seit dem Ende des zeitweise wöchentlich stattfindenden „Marschs der Rückkehr“. Die Proteste begannen im März 2018. Die Palästinenser erinnerten damit an die Nakba (Katastrophe), die Flucht und Vertreibung von rund 700 000 Palästinensern im Zuge der israelischen Staatsgründung vor 70 Jahren. Sie forderten ein Recht auf Rückkehr in das heutige israelische Staatsgebiet. Israel lehnt das ab. Damals hatten Ägypten, Katar und die Vereinten Nationen erfolgreich zwischen Israel und der Palästinenserorganisation Hamas verhandelt.


Im Mai hatten sich Israel und militante Palästinenser einen elftägigen bewaffneten Konflikt geliefert, bei dem in Israel nach offiziellen Angaben 13 Menschen getötet wurden, im Gazastreifen starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums 255 Menschen. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein.


Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitsinteressen. In dem Küstengebiet leben rund zwei Millionen Menschen, ein Großteil davon nach Angaben von Hilfsorganisationen unter sehr schlechten Bedingungen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.