Trump: "Würde am liebsten das Öl im Iran nehmen"

13.000 Ziele wurden laut US-Präsident Trump im Iran bombardiert, noch rund 3.000 Ziele seien übrig.
U.S. President Donald Trump on board Air Force One for travel to Joint Base Andrews

Zusammenfassung

  • Trump äußert Wunsch, das iranische Öl zu übernehmen, und erwägt militärische Optionen gegen die Insel Kharg.
  • Das Pentagon hat die Entsendung von 10.000 Soldaten vorbereitet, während Experten vor Risiken einer Besetzung warnen.
  • Trump setzt dem Iran eine Frist für ein Abkommen, droht mit Angriffen auf den Energiesektor und betont laufende Verhandlungen.

US-Präsident Donald Trump würde nach eigenen Angaben gerne die Kontrolle über Irans Öl übernehmen. "Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen", sagte der Republikaner in einem Interview mit der britischen Zeitung Financial Times (FT). Er fügte demnach hinzu: "Aber einige dumme Leute in den USA sagen: "Warum tust du das?" Aber das sind dumme Leute."

Für einen solchen Schritt müsste das US-Militär wohl die iranische Insel Kharg im Persischen Golf einnehmen, über die etwa 90 Prozent der Erdölausfuhren des Landes abgewickelt werden.

Trump: Haben viele Optionen

Das Pentagon habe die Entsendung von rund 10.000 Soldaten angeordnet, die für die Eroberung und Sicherung von Land ausgebildet sind, berichtete die Zeitung. Ein Angriff auf den Exportknotenpunkt Kharg wäre jedoch riskant. "Vielleicht nehmen wir die Insel Kharg ein, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen", wurde Trump von der FT zitiert. "Es würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort (auf Kharg) bleiben müssten."

Auf die Frage nach dem Stand der iranischen Verteidigung auf der Insel antwortete er: "Ich glaube nicht, dass sie über eine Verteidigung verfügen. Wir könnten sie sehr leicht einnehmen." Experten warnen, dass US-Soldaten nach einer möglichen Einnahme und Besetzung der Insel leichte Ziele für iranische Angriffe wären.

"Wir haben noch etwa 3.000 Ziele übrig"

Trotz seiner Drohungen, die iranische Ölförderung einzunehmen, betonte Trump der Zeitung zufolge, dass die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über pakistanische Vermittler gut vorankämen. Trump hat dem Iran eine neue Frist gesetzt, um ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu akzeptieren - andernfalls drohen US-Angriffe auf den iranischen Energiesektor. Die Frist läuft am 7. April um 2.00 Uhr nachts mitteleuropäischer Zeit ab.

Auf die Frage, ob in den kommenden Tagen ein Waffenruheabkommen erzielt werden könne, das die für den globalen Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus wieder öffnen würde, lehnte Trump es dem Bericht zufolge ab, konkrete Details zu nennen. "Wir haben noch etwa 3.000 Ziele übrig - wir haben 13.000 Ziele bombardiert - und noch ein paar Tausend Ziele vor uns", wurde er zitiert. "Ein Abkommen könnte ziemlich schnell zustande kommen", meinte er demnach.

Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg

Lesen Sie hier unsere aktuellsten Meldungen zum Angriff der USA und Israels auf den Iran.

Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg im Live-Bericht.
Weiterlesen
13.000 Ziele wurden laut US-Präsident Trump im Iran bombardiert, noch rund 3.000 Ziele seien übrig.
Weiterlesen
Spekulationen über Gesundheitszustand des politischen und geistlichen Führers der Islamischen Republik.
Weiterlesen
Handelt es sich nur um eine Drohgebärde oder macht die Trump-Regierung ernst?
Weiterlesen
"Tages-Anzeiger": Trump sichert sich als "Madman" die Aufmerksamkeit der Welt. "The Independent": Iran-Krieg hat die Welt in eine Notlage gebracht.
Weiterlesen

Kommentare