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Millionen trauern im Iran um Ali Khamenei – doch einer fehlt

Der neue Oberste Führer Modschtaba Khamenei nahm nicht an der Trauerfeier für seinen Vater teil.
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Zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten feierte Donald Trump vor allem einen: sich selbst. Der US-Präsident lobte seine angeblichen politischen Errungenschaften, sprach gar von einem „goldenen Zeitalter“ für die USA – und sprach in höchsten Tönen über seinen Krieg gegen den Iran.

10.000 Kilometer von Washington entfernt bot sich am Wochenende ein völlig konträres Bild: In der iranischen Hauptstadt Teheran nahmen Menschenmassen an der Trauerfeier für den am 28. Februar von den USA und Israel getöteten Obersten Führer Ali Khamenei teil. Anhänger der Islamischen Republik skandierten dabei „tötet Trump“ oder „Tod für Amerika“ und forderten auf Plakaten Rache.

Bis zu 20 Millionen

Begonnen haben die öffentlichen Trauerfeierlichkeiten am Freitag. Die iranischen Behörden rechnen damit, dass bis zu 20 Millionen Menschen an den Zeremonien, die sich über eine Woche erstrecken und „Beerdigung des Jahrhunderts“ genannt werden, teilnehmen. Schätzungen zufolge unterstützen maximal 20 Prozent der 93 Millionen Iraner das Regime.

Ab Samstag strömten die trauernden, schwarz gekleideten Massen zum Moscheekomplex der Großen Mosalla. Nachdem der Sarg des Ayatollah zunächst in einem Saal aufgebahrt worden war, wurde er anschließend zusammen mit den Särgen seiner Tochter, seines Schwiegersohns, seiner Schwiegertochter und seiner 14 Monate alten Enkelin im Freien ausgestellt. Sie alle waren bei Luftschlägen der USA und Israels getötet worden.

Drei Söhne Khameneis – Mustafa, Meisam und Massud – wurden betend am Sarg im Staatsfernsehen gezeigt. Auch die meisten hochrangigen Vertreter des Regimes waren anwesend, darunter der mächtige Revolutionsgardenchef Ahmad Vahidi. Einer jedoch fehlte: Modschtaba Khamenei. Der Sohn und neue Oberste Führer nahm nicht an den Trauerfeierlichkeiten teil. Seit er in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist, gibt es (abgesehen von schriftlichen Statements) kein Lebenszeichen von ihm: keine Bilder oder Video-Statements, keine öffentlichen Auftritte. Gerüchte über seinen Gesundheitszustand werden damit weiter befeuert.

Noch bis Montag bleibt Ali Khameneis Leichnam in Teheran. Am Donnerstag wird er in seiner Heimat Maschhad beigesetzt. Wie das US-Nachrichtenportal Axios berichtet, seien die Friedensgespräche zwischen Washington und Teheran für eine Woche unterbrochen worden. Da alle iranischen Führungskräfte anwesend seien, könne Washington sie alle mit „einem Schlag“ ausschalten, soll Trump gesagt haben. „Aber das werden wir nicht tun, denn dann hätten wir niemanden mehr, mit dem wir verhandeln könnten.“

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