Politik | Ausland
24.10.2018

Großbritannien verhängt Einreisesperren im Fall Khashoggi

Den saudi-arabischen Verdächtigen in dem Fall werde das Visum entzogen, erklärte die britische Premierministerin Theresa May.

Nach den USA belegt auch Großbritannien Verdächtige im Fall des getöteten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi mit Einreisesperren. Den saudi-arabischen Verdächtigen in dem Fall werde das Visum entzogen, erklärte die britische Premierministerin Theresa May am Mittwoch in London. "Wenn diese Personen derzeit über ein Visum verfügen, dann wird es ihnen heute entzogen."

Zuvor hatten die USA Einreisesperren für 21 saudi-arabische Staatsbürger verhängt und damit erstmals Konsequenzen aus den Vorwürfen gezogen, Khashoggi sei im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul getötet worden. US-Präsident Donald Trump sprach in einem Interview des "Wall Street Journal" den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman nicht von einer Verantwortung für den mutmaßlichen Auftragsmord frei.

Bereits zuvor hatten zahlreiche andere Regierungen die bisherige Erklärung des Königshauses in Riad als unzureichend bezeichnet, Khashoggi sei bei einer Auseinandersetzung in dem Konsulat versehentlich ums Leben gekommen. Khashoggi hatte die diplomatische Vertretung am 2. Oktober aufgesucht, um Unterlagen für seine bevorstehende Hochzeit abzuholen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft Saudi-Arabiens Staatsführung vor, den regierungskritischen Journalisten ermordet zu haben.