278 Geflüchtete zu Weihnachten auf Lampedusa gelandet
278 Migranten sind seit Montag auf Lampedusa gelandet. Fünf Boote wurden von Patrouillen der Küstenwache in Sicherheit gebracht, teilten die Behörden auf der süditalienischen Mittelmeerinsel am Dienstag mit. Gerettet wurde unter anderem ein Fischerboot mit 134 Ägyptern an Bord. Sie gaben an, dass sie am Freitagabend gegen Zahlung von 500 bis 2.000 Euro von Zuara in Libyen aus aufgebrochen sind.
Die Migranten, darunter insgesamt 25 unbegleitete Minderjährige, wurden in das Flüchtlingszentrum der Insel gebracht. 184 Personen sollen im Laufe des Dienstags Lampedusa in Richtung Sizilien verlassen.
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2023 eineinhalbmal so viele Ankommende wie letztes Jahr
Am Sonntag rettete das deutsche NGO-Schiff "Sea Watch 5" im zentralen Mittelmeer 118 Migranten bei zwei verschiedenen Einsätzen. Italien wies dem Schiff den toskanischen Hafen von Marina di Carrara zu. Der Landehafen liege etwa 1.150 Kilometer entfernt. "Der Zweck dieser entfernten Häfen ist es, die Rettungsschiffe vom Einsatzgebiet fernzuhalten, damit sie keine anderen Menschen in Not retten können", beklagte die NGO Sea Watch.
153.677 Migranten (Stand 22. Dezember) sind seit Anfang 2023 nach Seefahrten über das Mittelmeer in Süditalien eingetroffen. Im Vergleichszeitraum 2022 waren es 101.120 gewesen, teilte das Innenministerium in Rom mit.
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