Papst sorgt für Aufsehen: Illegal Eingewanderten zum Bischof ernannt

Papst Leo XIV. ernennt Evelio Menjivar-Ayala, der 1990 als Flüchtling aus El Salvador illegal in die USA kam, zum Bischof von Wheeling-Charleston.
VATICAN-RELIGION-POPE-AUDIENCE

Die Ernennung eines neuen Bischofs in der republikanischen Hochburg West Virginia hat für internationales Aufsehen gesorgt. Evelio Menjivar-Ayala war im Jahr 1990 illegal in die USA eingewandert. Wie der Vatikan am Freitag mitteilte, ernannte Papst Leo XIV. den 55-jährigen Menjivar-Ayala zum Bischof der US-Diözese Wheeling-Charleston. Darüber berichtete die Katholische Presseagentur Kathpress am Samstag.

Menjivar-Ayala: Illegal in die USA eingereist

Wie internationale Medien berichteten, war Menjivar-Ayala im Jahr 1990 als 20-jähriger Flüchtling aus El Salvador im Kofferraum eines Autos illegal über die mexikanische Grenze bei Tijuana in die USA eingereist. Der Geistliche wird nun Bischof von Wheeling-Charleston, das den gesamten US-Bundesstaat West Virginia umfasst. West Virginia gilt als Hochburg der Republikaner. Bei der Präsidentschaftswahl 2024 gingen 70 Prozent der abgegebenen Stimmen dort an Donald Trump.

Bischof will Menschen dienen

Der designierte Bischof und sein Vorgänger Mark Brennan kündigten den Personalwechsel an der Spitze der Diözese am Freitag in einer Pressekonferenz in Wheeling-Charleston an. Dabei betonte Menjivar-Ayala, seine "einzige Agenda" bestehe darin, den Menschen zu dienen und "gemeinsam im Glauben und in der Treue zu Christus zu wachsen."

Vor seiner Versetzung nach West Virginia wirkte Menjivar-Ayala dreieinhalb Jahre als Weihbischof in der US-Hauptstadt Washington DC. Er war damals der erste aus Mittelamerika stammende Bischof in den USA. Die Provinz Chalatenango in El Salvador, aus der Menjivar-Ayala stammt, war in den 1980er-Jahren Schauplatz blutiger Konflikte des Bürgerkriegs in El Salvador.

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