EU-Ratspräsident Donald Tusk

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Großbritannien
10/14/2016

Tusk: EU würde Brexit-Rückzieher akzeptieren

Es gebe zudem auch keine rechtlichen Schranken, die einen einseitigen Abbruch der Verhandlungen durch Großbritannien verhindern könnten.

Die Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU könnten nach Einschätzung von Ratspräsident Donald Tusk jederzeit wieder abgebrochen werden. "Ich habe keinerlei Zweifel, dass ein solches Szenario für alle europäischen Partner akzeptabel wäre", erklärte Tusk am Donnerstagabend bei einer Diskussionsveranstaltung des European Policy Centre (EPC).

Es gebe zudem auch keine rechtlichen Schranken, die einen einseitigen Abbruch der Verhandlungen durch Großbritannien verhindern könnten.Tusk machte dabei erneut deutlich, dass es aus seiner Sicht keinen für alle Seiten angenehmen Brexit geben könne. "Die brutale Wahrheit ist, dass der Brexit für uns alle ein Verlustgeschäft sein wird", sagte er.

Austrittsverhandlungen Ende März 2017

Großbritannien hatte zuletzt angekündigt, dass es die Austrittsverhandlungen mit der EU spätestens Ende März 2017 einleiten will. Die EU wartet seit dem Brexit-Referendum im Juni auf die offizielle Benachrichtigung über den Austrittswunsch. Sie will, dass die Verhandlungen bis zur Europawahl 2019 abgeschlossen sind. Wenn Großbritannien einmal seinen Antrag gestellt hat, können die anderen EU-Staaten auf einen Austritt nach spätestens zwei Jahren bestehen.

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