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Politik Ausland
04/18/2022

Erste Bilder zum gesunkenen russischen Parade-Kriegsschiff "Moskwa"

Die "Moskwa", der ganze Stolz des Kremls, liegt nun auf dem Meeresgrund. Moskau und Kiew haben dafür unterschiedliche Erzählungen.

Nachdem der Stolz der russischen Schwarzmeerflotte, der Raketenkreuzer Moskwa, in der Vorwoche nach einer Explosion und einem Brand in den Fluten versunken war, tauchten nun erste Bilder zu dem spektakulären Vorfall auf. Auf diesen ist eine hohe Rauchsäule zu sehen - das brennende Schiff scheint außerdem eine Schieflage zu haben. Sogar die Stellen, wo der Kreuzer von Raketen getroffen worden sein soll, könnten darauf zu erkennen sein, spekulieren Beobachter.

Wobei die Urkaine und Russland unterschiedliche Versionen des Vorfalles erzählen: Laut Moskau ist der Untergang durch eine Explosion im Sprenstofflager erfolgt, Kiew wiederum behauptet, das Flagschiff der Russen durch eine Rakete versenkt zu haben.

Das russische Verteidigungsministerium hat jedenfalls ein Video veröffentlicht, das Mitglieder der Besatzung zeigen soll. Der Oberkommandierende der russischen Marine, Nikolai Jewmenow, habe sich mit den Matrosen in Sewastopol getroffen, teilte die Behörde am Samstag mit. In der Großstadt auf der 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel Krim hat die russische Schwarzmeerflotte ihren Hauptstandort.

In dem knapp eine halbe Minute langen Clip sind Dutzende junge Männer in schwarzen Uniformen zu sehen. Wie viele es genau sind, ist aufgrund zusammengeschnittener Sequenzen schwer abschätzbar. Auf Twitter meinten einige Nutzer, dass das keinesfalls die rund 500 Besatzungsmitglieder sein könnten, die angeblich zum Unglückszeitpunkt auf der „Moskwa“ gewesen sein sollen.

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