Politik | Ausland
13.11.2018

Erste Migranten aus Mittelamerika erreichten Tijuana

Auf dem Weg zur Grenze zur USA hat sich die Karawane in Gruppen geteilt. Wann der Großteil ankommen könnte, ist noch unklar.

Mehrere Hundert Migranten aus Mittelamerika haben auf ihrem Weg in die USA die Grenzstadt Tijuana erreicht. Die 357 Menschen kamen am Dienstag in neun Bussen im Nordwesten Mexikos an. Auf der US-Seite der Grenze befindet sich die Stadt San Diego im US-Staat Kalifornien. Er sei glücklich, nur einen Schritt davon entfernt zu sein, die USA zu betreten, sagte Jose Alfredi Mejia Marquez aus Honduras der Deutschen Presse-Agentur.

Er hatte sich vor einem Monat mit der sogenannten Migranten-Karawane in der honduranischen Stadt San Pedro Sula auf den Weg gemacht. Die Migranten fliehen vor der Gewalt durch Jugendbanden und der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Region.

Großteil noch in Guadalajara

Der Großteil der Gruppe befand sich jedoch noch rund 2400 Kilometer weiter südlich in der mexikanischen Stadt Guadalajara. Die sogenannte Karawane besteht aus rund 5000 Menschen aus Honduras, Guatemala und El Salvador. Ihr Ziel sind die USA. Auf dem Weg dorthin hat sich die Karawane jedoch in kleinere Gruppen geteilt. Wann der Großteil Tijuana erreichen könnte, war weiter nicht klar. Eine zweite Migranten-Gruppe, die aus rund 1200 Menschen bestand, befand sich in einem Sportstadion in Mexiko-Stadt. Eine dritte Gruppe von rund 2000 Menschen war im südlichen Bundesstaat Veracruz auf dem Weg Richtung Norden.

US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche die Regelungen für Asylverfahren an der südlichen US-Grenze verschärft. Der Republikaner ordnete an, dass Migranten, die die Grenze in die USA illegal überschreiten, ein Asylverfahren verweigert werden soll. Die Verfahren wären damit grundsätzlich nur noch an offiziellen Grenzübergängen möglich. Der Schritt ist höchst umstritten. Mehrere Organisationen hatten bereits im Vorfeld Widerstand vor Gerichten angekündigt. Trump hatte mit dem Thema der illegalen Migration massiv Wahlkampf für die Kongresswahlen am Dienstag vergangener Woche gemacht. Er bediente sich dabei einer aufwieglerischen Rhetorik und überzeichnete die Lage stark. Nach der Wahl äußerte er sich kaum noch zu den Migranten.