Laut ORF-Recherche: Uniqa war an Epstein-Firma "Liquid Funding" beteiligt
Die Epstein-Akten geben immer mehr Einblicke in die Geschäftsaktivitäten des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, der zum Zeitpunkt seiner damaligen Festnahme 2019 ein Privatvermögen von 600 Millionen Dollar aufwies.
Recherchen des ORF zufolge betrieb Epstein zu Beginn der 2000er-Jahre gemeinsam mit der österreichischen Uniqa und einer US-Bank eine Wertpapierfirma auf den Bermudas. Das berichtete die ZiB 2 am Dienstagabend.
Epstein betrieb Wertpapierfirma mit der UNIQA
Auf den Bermudas habe zu Beginn der Nullerjahre ein liberales Steuerrecht sogenannte "Schattenbanken" angezogen. Eine davon sei „Liquid Funding“ gewesen. Kurz nach der Gründung 2001 sei Jeffrey Epstein Chef besagter Firma geworden.
Epstein sei an der Firma beteiligt gewesen, ebenso Österreichs zweitgrößter Versicherungskonzern, die Uniqa, wie die ORF-Recherchen ergaben. Größter Investor sei der US-Bankenriese Bear Stearns gewesen.
Beteiligung an „Liquid Funding“
Laut ORF-Bericht zeigen dies die Epstein-Files in Kombination mit den Paradise Papers, ausgewertet vom Internationalen Konsortium für Investigativjournalisten (ICIJ). Die Datensätze enthalten demnach Protokolle und Prüfberichte und belegen, wie „Liquid Funding“ Geld gemacht habe.
Die Uniqa sei demnach über zwei Gesellschaften an „Liquid Funding“ beteiligt gewesen. Wie es zu dem Investment gekommen sei, könne die Uniqa heute nicht mehr sagen. Zeitgleich mit Epstein sei ein Direktor in der Firma bestellt worden: Dabei soll es sich um Markus Klug, heute Vorstand der Bundespensionskasse; gehandelt haben. Er erklärte, Epstein nie persönlich getroffen zu haben.
Die Uniqa sehe sich rückblickend nur als "passiver Anteilseigner". In einer Stellungnahme zu dem Bericht heißt es: "Liquid Funding war nach übereinstimmender Erinnerung ehemaliger Verantwortlicher eine von Bear Stearns aufgelegte Struktur zur Finanzierung von Hypothekenwertapieren. Unsere damalige Beteiligung war - soweit rekonstruierbar - rein passiver Natur, ohne operative Rolle oder Einflussmöglichkeiten."
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