Fall Epstein: Ermittlungen gegen Ex-Diplomaten - Razzia in Paris

Verdacht der Bestechlichkeit gegen französischen Ex-Diplomaten - Dutzende Mails mit Sexualstraftäter Epstein.
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Pariser Finanzfahnder haben im Zuge von Ermittlungen gegen einen von der Epstein-Affäre betroffenen französischen Diplomaten den Sitz der Edmond de Rothschild Bank in Paris durchsucht. 

Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit eines ausländischen Amtsträgers seien nach einer Meldung des Außenministeriums eingeleitet worden und richteten sich insbesondere gegen den Diplomaten, teilte die Finanzstaatsanwaltschaft mit.

Ehemaliger Diplomat im Visier

Neben der Privatbank seien am vergangenen Freitag auch weitere Orte durchsucht worden. Der ins Visier der Fahnder geratene Diplomat arbeitete nach einer Freistellung für eine Tätigkeit in der Privatwirtschaft zunächst bei der Edmond de Rothschild Bank in Paris und danach beim französischen Energieunternehmen Engie. Dort wurde er nach Bekanntwerden seiner Verbindungen zu dem 2019 gestorbenen Sexualverbrecher Jeffrey Epstein suspendiert.

Der Diplomat soll nach französischen Medienberichten, als er noch im Dienste Frankreichs tätig war, Dutzende Mails mit dem US-Multimillionär und Sexualstraftäter Epstein ausgetauscht haben, die ihn aber nicht mit dessen Sexualverbrechen in Verbindung bringen.

Vor allem soll es um Geschäfte und Geld gegangen sein, wobei der seinerzeit bei den Vereinten Nationen in New York tätige Diplomat seine Beziehungen genutzt haben soll, um Epstein zu helfen, in höchste Machtkreise vorzudringen. Außerdem soll er vertrauliche Dokumente an Epstein weitergegeben haben.

Nach Bekanntwerden dieser Vorwürfe schaltete Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot die Staatsanwaltschaft ein und leitete ein Disziplinarverfahren ein. Der Minister sprach von äußerst schwerwiegenden Vorwürfen.

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