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Politik Ausland
07/26/2022

Deutschland lieferte Mehrfachraketenwerfer an die Ukraine

Nach den ersten Flugabwehrpanzern sind laut deutschem Verteidigungsministerium jetzt Mehrfachraketenwerfer im Kriegsgebiet angekommen.

Die Ukraine hat f√ľr die Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg weitere schwere Waffen aus Deutschland erhalten. "Die zugesagten Mehrfachraketenwerfer vom Typ Mars II und weitere drei Panzerhaubitzen 2000 sind geliefert. Wir halten Wort", erkl√§rte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) am Dienstag. Am Montag erst hatte ihr ukrainischer Amtskollege berichtet, die ersten drei Flugabwehrpanzer des Typs Gepard seien aus Deutschland eingetroffen.

Lambrecht sprach von inzwischen f√ľnf gelieferten Gepard-Flugabwehrkanonenpanzern. Insgesamt werde die Ukraine 30 Gepard-Systeme von der Industrie mit rund 60.000 Schuss Munition vor allem aus der Bundeswehr bekommen. Ebenfalls aus Bundeswehr-Best√§nden stammten die drei Mehrfachraketenwerfer Mars II sowie die dann insgesamt zehn Panzerhaubitzen 2000.

Das Mittlere Artillerieraketensystem (Mars) kann Flugkörper unterschiedlicher Wirkungsweise verschießen - etwa gelenkte Raketen mit GPS-System oder Minenausstoßraketen zum Sperren von Geländeabschnitten. Die Abschussbatterien mit einer Kampfbeladung von zwölf Raketen sind dabei auf Kettenfahrzeuge montiert, die bis zu 50 Stundenkilometer schnell fahren können.

Radar und Flugabwehrraketen sollen im September ankommen

Von der Industrie werde als Erg√§nzung zu diesen Waffensystemen noch im September auch ein Artillerieortungsradar vom Typ Cobra geliefert, erkl√§rte Lambrecht. "Der Vertrag ist bereits unterschrieben, jetzt beginnt die Ausbildung der ukrainischen Soldaten an diesem hochkomplexen System." Von der Industrie m√ľsse es noch abschlie√üend f√ľr die Lieferung vorbereitet werden. "Damit werden unsere Artilleriesysteme noch schneller und pr√§ziser wirken k√∂nnen", versprach die Ministerin.

Auch die Ausbildung am zugesagten Flugabwehrraketensystem Iris-T SLM solle in wenigen Tagen beginnen. Die Herstellerfirma werde "fabrikneu" im Herbst an die Ukraine liefern können.

Die Gepard-Panzer waren gut f√ľnf Monate nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die zweite Lieferung schwerer Waffen aus Deutschland ins Kriegsgebiet. Im Juni waren bereits sieben Panzerhaubitzen dort angekommen, schwere Artilleriegesch√ľtze, die Ziele in 40 Kilometer Entfernung treffen k√∂nnen. Zus√§tzlich zur Lieferung von drei Mehrfachraketenwerfern, drei Panzerhaubitzen und des Luftverteidigungssystems Iris-T waren drei Bergepanzer angek√ľndigt worden.

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