Deutschland erhält Drohnen aus den USA
Lange wurde geprüft, nun wollen die USA laut „Spiegel Online“ einen Export von Kampfdrohnen nach Deutschland billigen. Eine deutsche Voranfrage für einen möglichen Kauf von drei Drohnen des Typs „Reaper“ und vier Bodenstationen für die Bundeswehr solle Anfang Mai mit einer offiziellen Note positiv beantwortet werden. Der US-Kongress soll bereits am 10. April grünes Licht gegeben haben.
Deutschlands Verteidigungsminister Thomas de Maizière trifft am Dienstag mit seinem US-Amtskollegen Chuck Hagel zusammen. Dabei wird ein möglicher Drohnen-Deal voraussichtlich Thema sein.
Sensenmann und Raubtier
Derzeit nutzt die Bundeswehr die unbewaffnete Drohne „Heron 1 (Bild oben)“ in Afghanistan. Der Mietvertrag für die unbemannten Überwachungsflugzeuge läuft aber im Oktober 2014 aus.
Höchst umstritten
Der Einsatz bewaffneter Drohnen ist sehr umstritten. Die USA setzen sie unter anderem in Afghanistan, in Pakistan und im Jemen ein, um mutmaßliche Terroristen zu töten. Immer wieder sterben bei diesen Einsätzen auch unbeteiligte Zivilisten.
Eine Zulassung der Drohnen in Europa ist ein erheblicher Aufwand – Luftfahrtbehörden müssen die gesamte Technik inklusive dem Herzen der Maschinen, genannt „black box“, genau analysieren. Was beim Herstellerland USA erwartungsgemäß auf Widerstand trifft.
Deutschland will eine Grundsatzentscheidung über einen Drohnen-Kauf jedenfalls noch vor der Bundestagswahl im September treffen. Dem Parlament soll eine solche Entscheidung aber erst nach der Wahl vorgelegt werden.
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