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Politik Ausland
05/19/2020

Coronavirus: Fast 10.000 Tote in britischen Altersheimen

Die jüngsten Zahlen der Statistikbehörde stützen die Regierungsangaben, wonach der Höhepunkt überwunden ist.

In Pensionistenheimen in England und Wales sind durch die Corona-Pandemie bereits fast 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Wie aus Angaben der nationalen Statistikbehörde ONS vom Dienstag hervorgeht, sind das rund ein Viertel aller Corona-Toten in England und Wales.

Mehr als 40.000 Tote

Dort seien bis zum 8. Mai genau 39.071 mutmaßlich oder nachgewiesenermaßen mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Im gesamten Vereinigten Königreich gab es bis dahin laut ONS 40.902 Corona-Tote.

Bei der Statistikbehörde ONS fließen auch Fälle in die Zählung von Corona-Toten ein, in denen auf den Todesscheinen Covid-19 lediglich als Todesursache vermutet oder die durch das neuartige Coronavirus hervorgerufene Lungenkrankheit nur als eines von mehreren gesundheitlichen Problemen genannt wird.

Die ONS-Zahlen sind daher deutlich höher als die der Regierung, die am Montag von 34.796 Corona-Toten sprach. In diese Bilanz fließen lediglich Fälle ein, in denen eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus durch einen Test nachgewiesen wurde.

In jedem Fall ist Großbritannien inzwischen das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land Europas. Der Regierung wurde wiederholt vorgeworfen, zu spät und unzureichend auf die Bedrohung reagiert zu haben.

Die nun veröffentlichten ONS-Zahlen stützen aber die Einschätzung der Regierung, dass Großbritannien den Höhepunkt der Pandemie hinter sich hat. In den Tagen vor dem 8. Mai sank die Zahl der Todesopfer demnach deutlich um 42,4 Prozent - nachdem sie in der Vorwoche um 40,4 Prozent gestiegen war.