Britische F-35-Kampfjets fangen russisches Flugzeug ab
Bei einem Vorfall im Nordatlantik haben britische F-35-Kampfjets ein russisches Patrouillenflugzeug abgefangen. Wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte, war die russische Maschine zuvor einem Kampfverband um den Flugzeugträger „HMS Prince of Wales“ zu nahe gekommen. Die Tupolew sei unnötig nahe an den Verband herangeflogen, habe mehrere Sonarbojen abgeworfen und nicht auf Kontaktversuche reagiert, so die Mitteilung.
„Diese Aktivität war nicht sicher und unprofessionell“, hieß es weiter. Zwei Kampfjets vom Typ F-35 seien daraufhin von dem Flugzeugträger aufgestiegen und hätten die russische Maschine abgefangen und begleitet, bis sie das Gebiet verlassen habe.
Die aus mehreren Schiffen, Hubschraubern und Kampfflugzeugen bestehende Flugzeugträgergruppe hielt sich dem Ministerium zufolge im Rahmen der britischen Arktismission „Firecrest“ in der Region auf. Diese ist Teil der im Februar begonnenen NATO-Mission „Arctic Sentry“, die die Aktivitäten der NATO-Mitglieder in der Region bündeln und die Präsenz des Bündnisses zur Abschreckung stärken soll. Die Mission folgt Forderungen von US-Präsident Donald Trump, die Arktis vor russischem und chinesischem Einfluss zu schützen.
Durch neu eröffnete Seewege infolge des Klimawandels ist das geostrategische Interesse an der Arktis von Seiten der USA, Chinas und Russlands deutlich gewachsen. Zudem lagern in der Region wertvolle Rohstoffe.
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