Boot mit 15 Migranten an Bord sank vor der tunesischen Küste

Ein überfülltes Boot mit Menschen auf dem Meer, gesehen von einem Rettungsschiff aus.
Nach sechs Vermissten wird noch gesucht. Das spanische Rettungsschiff Aita Mari hat angesichts des Verbots für NGO-Schiffe, in italienischen Häfen einzulaufen, ihre Rettungsaktion abgesagt.

Ein Boot mit etwa 15 Migranten an Bord, die versuchten, das Mittelmeer nach Italien zu überqueren, ist am Dienstag vor der tunesischen Küste gesunken. Dies berichteten italienische Medien. Neun Menschen wurden gerettet, während die Suche nach den sechs Vermissten noch im Gange sei.

Aita Mari rettet nicht mehr

Das spanische Rettungsschiff Aita Mari hat inzwischen, angesichts des Verbots für NGO-Schiffe in italienischen Häfen einzulaufen, ihre Rettungsaktion im zentralen Mittelmeer vorübergehend abgesagt, kündigte die baskische Nichtregierungsorganisation "Salvamento Maritimo Humanitario" an. Dieser Beschluss wurde vom italienischen Verkehrsminister und Vizepremier Matteo Salvini begrüßt. "Italien wird sich nicht zum Komplizen des Menschenhandels machen", kommentierte Salvini.

Die italienische Bischofskonferenz CEI kritisierte indes den Beschluss der italienischen Regierung, nur Frauen und Kinder in Italien an Land zu lassen. "Wir dürfen auf keinen Fall zulassen, dass unsere Brüder und Schwestern, die vor Hunger und Krieg fliehen, wieder einmal als Abfall, als Restfracht und nicht als Menschen behandelt werden", sagte der Vizepräsident der italienischen Bischofskonferenz, Francesco Savino, am Dienstag.

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