Wutbauern revoltieren an der Urne gegen niederländische Regierung

Bauern auf den Barrikaden: Proteste in den Niederlanden
Dramatischer Denkzettel für Premier Rutte: Die neue, populistische Bürger-Bauerbewegung wird aus dem Stand bei den Regionalwahlen in den Niederlanden stärkste politische Kraft.

Seit Monaten ziehen Tausende niederländische Bauern immer wieder los. Setzten sich auf auf ihre Traktoren und blockieren Autobahnen und Lagerhallen, laden Misthaufen ab, protestieren laut und mit umgedrehten niederländischen Flaggen, steigen auf die Barrikaden. Am Mittwoch hat sich die enorme Wut der Landwirte bei den Regionalwahlen auch an den Urnen gezeigt:

Die neue BürgerBauerBewegung (BBB), die bisher in der zweiten Kammer des niederländischen Parlaments nur einen Sitz hatte, stieg über Nacht in einigen Regionen zur stärksten politischen Kraft im Land auf. BBB-Vorsitzende Caroline van der Plas jubelte: "Sie können uns nicht länger ignorieren. Wir werden mitregieren." Und sie stellen die traditionell zersplitterte niederländische Parteienlandschaft auf den Kopf.

Mitgezogen hat die "Gummistiefel-Fraktion" dabei auch viele andere Unzufriedene: Städtische Wutbürger und über den politischen Mainstream verärgerte Protest- und ehemalige Rechtswähler.

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