© APA/AFP/ERIC BARADAT

Politik Ausland
04/21/2020

Australischer Premier will internationale Corona-Untersuchung

Scott Morrison hat sich den Forderungen nach einer internationalen Untersuchung zum Coronavirus-Ausbruch angeschlossen.

Der australische Premierminister Scott Morrison plĂ€diert nun ebenfalls fĂŒr eine internationale Untersuchung zum Ausbruch des Coronavirus. Es sei wichtig, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO und ihre Mitglieder mit großer Transparenz handelten, sagte der konservative Politiker am Dienstag vor Reportern. Das sei wichtig, wo auch immer ein Virus ausbreche - ob in Australien, in China, in Teilen Afrikas, in der Pazifik-Region oder im Nahen Osten.

Ähnlich wie Morrison hatte sich am Wochenende Australiens Außenministerin Marise Payne geĂ€ußert. Morrison hatte zuvor gesagt, es habe sehr berechtigte Kritik an der WHO gegeben. Die Organisation habe sich in der Pandemie aber um Hunderte Hilfegesuche aus der Pazifikregion gekĂŒmmert.

UnabhÀngiger Ermittler der UN

Die Zeitungen „Sydney Morning Herald“ und „The Age“ berichteten am Dienstag, Morrisons Regierung fasse die Möglichkeit ins Auge, einen unabhĂ€ngigen Ermittler der Vereinten Nationen einzusetzen. Dieser könnte sich demnach mit der Rolle Chinas und der WHO in der FrĂŒhzeit des Virusausbruchs befassen.

Vor allem US-PrĂ€sident Donald Trump macht die WHO fĂŒr die vielen Toten in der Corona-Krise mitverantwortlich und wirft ihr vor, die Pandemie mit Missmanagement und Vertrauen auf Angaben aus China verschlimmert zu haben. Er hatte deshalb die US-Zahlungen an die Organisation vorerst einstellen lassen. Die WHO hatte Äußerungen zurĂŒckgewiesen. Aber Kritik an der Organisation kam in unterschiedlicher Form beispielswiese auch aus Japan und Indien.

 

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