Venezuelaís President Nicolas Maduro speaks at the inauguration of a new branch of the National Experimental Security University (UNES) in Caracas, Venezuela, Friday, Aug. 23, 2013. A months-long anti-corruption campaign by Maduro that began with the arrests of dozens of officials and cronies suspected of pilfering millions from state coffers has devolved into what critics say is a witch hunt against the already-beleaguered political opposition, and what many see as a power grab by an increasingly embattled government. (AP Photo/Ariana Cubillos)

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Anschlag vereitelt?
08/27/2013

Angebliches Mordkomplott gegen Maduro

Der venezolanische Staatschef sieht sich erneut als Opfer einer Verschwörung von Kolumbien und den USA.

Die venezolanischen Behörden haben nach eigenen Angaben ein Mordkomplott gegen Präsident Nicolas Maduro aufgedeckt. Die Polizei habe zwei Kolumbianer festgenommen, die ein Attentat auf den Staatschef geplant hätten, sagte Innenminister Miguel Rodriguez am Montag. Die 18 und 21 Jahre alten Verdächtigen seien in einem Hotel in der Hauptstadt Caracas gefasst worden.

Ein zweites Syrien?

Der sozialistische Staatschef Nicolas Maduro beschuldigte die Opposition, in die Anschlagspläne verwickelt zu sein. Sollte er ermordet werden, drohe in dem Land das Chaos, warnte er: "Dies würde einen Bürgerkrieg auslösen." Ziel sei es, Venezuela in ein zweites Syrien, Ägypten oder Libyen zu verwandeln. Hinter dem Komplott stecke der von Kuba und Venezuela als Terrorist gesuchte Exil-Kubaner Luis Posada Carriles. Der 85-Jährige lebt in den USA.

"Oder hat er etwa entschieden, mich umzubringen?"

US-Präsident Barack Obama müsse sich fragen lassen, ob er nicht wisse, dass in seinem Land eine Verschwörung zur Ermordung eines lateinamerikanischen Staatschefs im Gange sei, sagte Maduro und schob die Frage nach: "Oder hat er etwa entschieden, mich umzubringen?"

Der venezolanische Oppositionsführer Henrique Capriles verwies die Anschlagspläne in das Reich der Legenden. "Keiner glaubt diese Geschichte", zitierte die Zeitung "El Universal" den Gouverneur des Bundesstaats Miranda. "Die Leute lachen über diese Äußerungen, aber wir müssen sehen, welche Auswirkungen sie haben."

Nicht die erste Verschwörung

Nach den Worten von Innenminister Rodriguez stellten Ermittler bei den zwei festgenommenen Kolumbianern zwei Gewehre, Militäruniformen sowie Fotos von Maduro und Parlamentspräsident Diosdado Cabello sicher. Bereits im Juli hatte die venezolanische Regierung über eine Verschwörung zum Mord an Maduro und Cabello informiert. An dem Komplott seien Personen in Miami, Panama und Kolumbien beteiligt, hieß es damals.

Parlamentspräsident Cabello machte den ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe für die Anschlagspläne verantwortlich. "Wir wissen, wer hinter den Plänen der venezolanischen Rechten steckt: Es ist Senor Alvaro Uribe", sagte er dem Fernsehsender Telesur. "Sie wollen ein Blutbad."

Uribe gilt als erbitterter Gegner der linkspopulistischen Regierung in Caracas. In einem Interview des Fernsehsenders NTN 24 nannte er die Vorwürfe gegen ihn infam.

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