Politik | Ausland
08.10.2018

Agentur: Rebellen vollenden Abzug schwerer Waffen in Idlib

Herausgabe aller schweren Waffen ist Voraussetzung für Einrichtung einer Pufferzone, die Bevölkerung schützen soll.

Die Rebellen in Syrien haben nach türkischen Angaben alle schweren Waffen von der Front in der Provinz Idlib abgezogen. Der Abzug der Waffen ist Voraussetzung für die Einrichtung einer demilitarisierten Pufferzone um die von Rebellen gehaltene Provinz.

Darauf hatten sich die Türkei und Russland im vergangenen Monat verständigt, um einen Angriff der syrischen Regierungstruppen auf Idlib zu verhindern.

Berichtet wird dies von der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu 

Leben Tausender Zivilisten in Gefahr

Bei einem solchen Angriff würden zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung befürchtet. Die russisch-türkische Vereinbarung vom 17. September sieht vor, dass eine 15 bis 20 Kilometer breite Pufferzone eingerichtet wird, aus der die Rebellen bis zum 10. Oktober alle schweren Waffen abziehen müssen. Bis zum 15. Oktober sollen alle radikalen Gruppen das Gebiet verlassen.

Die Türkei und Russland sind wichtige Akteure in Syrien: Russland unterstützt wie der Iran die Regierung von Präsident Bashar al-Assad, die Türkei ist hingegen mit einer wichtigen Rebellenkoalition verbündet, die Teile der Provinz Idlib beherrscht.