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Politik Ausland
01/09/2019

AfD relativiert Darstellung des Angriffs auf Bremer Abgeordneten

Die Staatsanwaltschaft hatte zurückgewiesen, dass der Politiker mit einem "Kantholz" bewusstlos geschlagen worden sei.

Die AfD in Bremen hat ihre Darstellung des Angriffs auf den Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz relativiert. "Mit dem jetzigen Wissen würden wir die Mitteilung etwas anders formulieren, aber sie entsprach dem Kenntnisstand kurz nach der Tat", sagte AfD-Landesvize Thomas Jürgewitz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe nach einer Mitteilung vom Mittwoch.

Der Begriff "Kantholz" sei "von einem der Bauarbeiter genannt, der Mann ist aber bisher nicht wieder aufgetaucht", sagte Jürgewitz.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach der Auswertung von Videoaufnahmen die Darstellung zurückgewiesen, dass der Politiker mit einem "Kantholz" bewusstlos geschlagen worden sei.

Jürgewitz verteidigte jedoch insgesamt die Mitteilung seiner Partei nach dem Angriff. Die AfD hatte nach dem gewaltsamen Übergriff auf Magnitz in Bremen zunächst in einer Pressemitteilung geschrieben, dass die Täter den AfD-Politiker mit einem "Kantholz" bewusstlos geschlagen und seinen Kopf getreten hätten. Die Ermittlungen hätten aber mittlerweile ergeben, dass Magnitz von einem von insgesamt drei unbekannten Männern "von hinten angesprungen" worden sei, teilte die Bremer Staatsanwaltschaft mit. Magnitz sei daraufhin zu Boden gestürzt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Tat hatte international für Schlagzeilen gesorgt. Die AfD hatte auch Medien und politischen Gegner eine Mitschuld an dem Vorfall gegeben.