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"70 Jahre ESC - Das Konzert": Ein Abend für Eurovision-Nostalgiker

Das Radio Symphonie-Orchester und Gäste wie Johnny Logan und Nicole reisen Sonntag (21.50 Uhr) auf ORF 1 in die Song Contest-Vergangenheit.
70 Jahre ESC - Das Konzert Johnny Logan singt

Johnny Logan freut sich. „Es ist immer eine Ehre, mit einem Orchester singen zu können. Das erinnert mich wieder daran, wie schön die Lieder sind.“ Der Mann ist nicht unbescheiden, er hat halt dreimal den Eurovision Song Contest gewonnen. Zweimal als Sänger, einmal als Komponist. Logan ist einer der Stargäste bei „70 Jahre ESC – das Konzert. Reloaded by RSO“, das Sonntag Abend auf ORF 1 zu sehen ist (21.50 Uhr) und er singt nicht nur „Hold Me Now“ und „What’s Another Year“, sondern auch „Euphoria“ von Loreen. Das Geheimnis, wie man den ESC gewinnt, kennt er aber nicht, sagt er: „Es ist wie ein Autorennen, man schaut immer nach vorn und will die Leute zu Hause nicht enttäuschen. Gewinnen ist ein Bonus.“

Was Nicole fehlt

Diesen Bonus hat auch Nicole eingeheimst, sie hat bekanntlich mit „Ein bisschen Frieden“ 1982 gewonnen. Dass sie damals nur einen Punkt aus Österreich gekriegt hat, hat sie schon verziehen. Die deutsche Sängerin denkt durchaus wehmütig an die Zeit zurück, als beim Song Contest noch ein Orchester Bestandteil der Performance war. „Heute wird mehr Wert auf die Show und auf das Licht gelegt, als auf das, um das es eigentlich gehen sollte. Mir fehlt ein Lied, das mich berührt, und authentische Musiker, wie die Olsen Brothers. Mittlerweile sitz ich vor dem Fernseher und denk mir, was war das denn, da läuft einer nackt über die Bühne und hat einen Hut vor seinem ...“ – den Satz beendet sie mit einem Blick auf den Unterleib.

Auch Nino de Angelo, der italienische ESC-Hits wie „Insieme“ singt, kann mit dem „modernen“ ESC nicht viel anfangen. Und er hat auch einen Schuldigen parat: „Seit Stefan Raab da drin rumgefummelt hat, find ich das alles schlecht.“

Orchester-Einsatz bei Final-Show

Für einen beseelten Blick in die Vergangenheit eignet sich das Konzert des Radio-Symphonieorchesters unter der Leitung von Christian Kolonovits ausgezeichnet. Das RSO wird aber sehr wohl auch beim heurigen ESC eine Rolle spielen, wie Intendantin Angelika Möser erzählt: „Wir spielen beim Opening mit JJ, da wird das Orchester im Green Room sitzen. Beim Pausen-Act von Parov Stelar wirken unsere Geigen in einer Formation mit. Und wir haben auch die Begleitmusik von einigen Postcards, in denen die Nationen vorgestellt werden, gemacht.“

Wofür Lilian Klebow verarscht wurde

Moderiert wird das Konzert von Teresa Vogl und Lilian Klebow. Auch Letztere hat eine ESC-Vergangenheit. Also fast. Mit Ralph Siegel trat sie 17-jährig 1997 beim deutschen Vorentscheid an – erfolglos. „Heute bin ich stolz drauf. Aber damals war ich bekennende Rockmusikerin und bin in der Schule ordentlich dafür verarscht worden.“

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