Kia K4: Nagelneu das Auto, klassisch der Antrieb

Kia bringt mit dem K4 ein konventionell motorisiertes Modell als Ceed-Nachfolger. Was kann also der Kia für die Golf-Klasse?
Kia K4

Zusammenfassung

  • Kia bringt mit dem K4 einen neuen, klassisch motorisierten Kompaktwagen als Ceed-Nachfolger nach Europa, produziert in Mexiko und für europäische Ansprüche angepasst.
  • Der K4 punktet mit komfortablem Fahrverhalten, verschiedenen Fahrmodi, großzügigem Platzangebot und modernem, gut verarbeitetem Interieur.
  • Die Preisspanne reicht von 25.590 Euro für das Basismodell bis 38.190 Euro für die GT-Line mit 180 PS und umfangreicher Ausstattung.

Natürlich lautet auch bei Kia die Marschrichtung Elektrifizierung. Das Angebot an entsprechenden Elektroautos - von EV2 bis EV9 - wächst stetig. Dennoch sieht man auch noch Bedarf bei den klassisch Motorisierten. Genauer gesagt für den Nachfolger des in die Jahre gekommen Ceed.

Als globaler Player hat man die Möglichkeit ein Verbrenner-Modell, das in das Segment passt und in Mexiko produziert wird, nach Europa zu holen. Und das ist der Kia K4. Für europäische Geschmäcker wurde der Wagen entsprechend adaptiert, vor allem was Lenkung und Fahrwerk betrifft.

Kia bietet den K4 bei uns mit Motoren von 115 PS über 150 bis 180 PS an. Wir haben uns den 1,6 TGDI mit 180 PS angesehen und den gibt es nur mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. So ausstaffiert bleibt der Kia - 180 PS hin oder her - ein Auto, das vor allem fürs komfortable Reisen gerade recht ist. Damit sich das Auto nach 180 PS anfühlt, muss man in den Sport-Modus wechseln (ja, der K4 kennt verschiedene Fahrprogramme). Dann wirkt der K4 so dynamisch, wie man es von einem Auto mit diesen Eckdaten erwartet.

Der K4 gewinnt auch an Dynamik, wenn man die Schaltwippen am Lenkrad nutzt, um die Gänge zu wechseln. Lässt man die Automatik schalten und walten, der Wählhebel ist übrigens auch klassisch und unübersehbar ausgeführt, geht es gemütlicher zur Sache, und fährt man dann im Normalmodus zeigt sich der Kia von seiner komfortbetonten Seite.

Kia K4

Dazu federt der Kia brav und die Lenkung vermittelt ausreichend Exaktheit.

Wie sieht es beim Verbrauch aus? 6,3 bis 6,9 Liter gibt Kia laut WLTP an - wir sind im Test auf 7,5 Liter gekommen.

Das Design schaut durchaus schnittig aus, vor allem die Proportionen mit einem flachen, breit wirkenden Vorderwagen machen durchaus was her und man erntet viele interessierte Blicke, wenn man mit dem K4 unterwegs ist.  Von der Klassifizierung her gehört der K4 ins sogenannte Golf-Segment, ist aber deutlich länger als der VW Golf. 4,44 Meter lang ist der K4, der VW misst 4,28 Meter.

Überraschend viel Platz

Die Abmessungen machen sich auch beim Platzangebot innen positiv bemerkbar. Auf den hinteren Sitzen hat man viel Platz. Wenn man etwas bemängeln will, dann nur, dass die Schenkelauflage nicht optimal ist. Aber sonst gibt es viel Auto für diese Klasse. Fein auch das Platzangebot im Laderaum, 438 Liter hat man zur Verfügung.

Kia K4

Die Gestaltung des Interieurs entspricht dem aktuellen Kia-Design und ist nicht das Schlechteste, vor allem, was die Aufteilung zwischen analogen und digitalen Elementen betrifft. Funktionen, die man rasch zur Hand haben will, sind analog ausgeführt, wie z.B. die Walze für die Audio-Lautstärke. Die Bildschirmfläche auf dem Instrumententräger ist in drei Bereiche unterteilt: Links die Anzeigen für den Fahrer, rechts der Schirm fürs Infotainment und dazwischen die Anzeigen für die Klimasteuerung. 

Auch die verwendeten Materialien und die Verarbeitung geben keinen Anlass zur Klage. Wenn etwas stört, dann nur die eher strenge Überwachung der Fahreraufmerksamkeit.

Kia K4

In der Ausstattungsvariante GT-Line sind praktisch alle Annehmlichkeiten an Bord. GT-Line heißt zudem Dreispeichen-Lederlenkrad und Metall-Pedalerie. Außerdem gibt's hier unter anderem noch Sitzheizung und -belüftung, Head-up-Display und induktives Laden fürs Smartphone.

Mit 38.190 Euro markiert der K4 als GT-Line mit 180 PS auch das obere Ende der K4-Preisliste. Das Basismodell mit 115-PS-Benziner und Schaltgetriebe bekommt man für 25.590 Euro.

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