Jeep Compass: Wie gut ist der Neue mit Mildhybrid?
Zusammenfassung
- Der neue Jeep Compass ist als Mildhybrid, Plug-in-Hybrid und Elektroversion erhältlich und bietet mehr Platz sowie ein markantes Design.
- Der getestete e-Hybrid kombiniert einen 1,2-Liter-Dreizylinder mit Elektromotor, leistet 145 PS und verbrauchte im Test 6,8 Liter auf 100 km.
- Der Compass überzeugt mit gutem Komfort, variablen Fahrmodi und ist ab 38.200 Euro erhältlich, bietet aber beim e-Hybrid nur Frontantrieb.
Beim Namen Jeep denkt man natürlich an ikonische Offroader à la Wrangler oder Grand Cherokee. Die Stückzahlen werden aber aktuell mit dem Avenger und dem Compass gemacht. Letzterer ist komplett neu und nimmt verkaufstechnisch nun Fahrt auf. Jeep lässt den Kunden dabei die Wahl zwischen Hybrid, Plug-in-Hybrid und rein elektrisch.
Erster optischer Eindruck: Der neue Compass ist ein fesches Auto und die Ecken und Kanten sorgen für einen unverwechselbaren Auftritt. Dass das Design für interessierte Blicke sorgt, haben wir bei unserer Testfahrt öfters festgestellt. Der Jeep-typische Kühlergrill ist geschlossen (dahinter verbirgt sich nun hilfreiche Technik für die Assistenzsysteme), bleibt aber ein eindeutiges Erkennungsmerkmal in Sachen Herkunft, und in der Ausstattungslinie Summit sind sieben Lamellen sogar beleuchtet.
Und auch bei Jeep setzt man auf leuchtende Logos – hier ist es das Jeep-Logo am Heck. Dass man auch bei Jeep das Thema Aerodynamik ernst nimmt, zeigen die Luftauslässe an den hinteren Radkästen.
Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue Compass deutlich gewachsen und man hat diesbezüglich auf die Wünsche der Kunden gehört, die sich mehr Platz wünschten. Hinten sitzt man (dank 14 cm mehr Länge) bequem, und im Kofferraum gibt es ordentlich Platz. Störungsfrei zu beladen ist der Laderaum obendrein.
Für unseren Test haben wir uns nun den Mild-Hybrid, bei Jeep e-Hybrid genannt, angesehen. Antriebstechnisch werden hier ein 1,2-Liter-Dreizylinder und ein Elektromotor zusammengespannt. Macht in Summe eine Systemleistung von 145 PS.
Das klingt nicht nach besonders viel, zumal hier ein 4,5-Meter-SUV mit rund 1,7 Tonnen zu bewegen ist. Das merkt man auch im Fahrbetrieb. Das Datenblatt weist eine Beschleunigung von 10 Sekunden auf 100 km/h aus. Wählt man eine entspannte Gangart, lässt es sich mit den Fahrleistungen schon leben und man spult auch längere Strecken ohne Komforteinbußen herunter. Tritt man das Gaspedal voll durch, klingt der Motor aber angestrengt. Bei sanfterem Umgang bzw. beim Rollen wechselt das System auch kurz in den rein elektrischen Modus, was einem durch eine von weiß ins Blau wechselnde Tempoanzeige veranschaulicht wird, und der Bordcomputer rechnet einem auch vor, wie viele Kilometer man elektrisch gefahren ist.
Jeep gibt für den e-Hybrid einen Verbrauch von 5,6 - 5,8 Liter an, in unserem Test waren es – mit relativ viel Autobahnanteil – 6,8 Liter.
Die Fahrstufen wechselt man mittels Drehregler, und rot umrandet und somit sehr prominent gestaltet wurde vom Designteam der Regler für die Fahrmodi. Die entsprechende Abstimmung für Schnee, Sand etc. ist so einstellbar und die Bodenfreiheit beträgt 200 mm. Für leichtes Gelände ist der Compass also durchaus tauglich, allerdings gibt es für den e-Hybrid keinen Allrad-, sondern nur Frontantrieb. Nichts auszusetzen gibt es am Fahrwerk. Dass die Ingenieure die Wankneigung reduziert haben, tut dem Auto gut. Es gibt jedenfalls weder am Komfort noch am Handling etwas auszusetzen. Und wenn man sich von der normalerweise eher weichen Lenkung mehr Widerstand wünscht, kann man in den Sportmodus wechseln.
Sonst lebt es sich gut im Compass. Das 16-Zoll-Display ist an sich groß genug, wobei die Software dahinter etwas schneller ansprechen könnte, und es sind auch noch analoge Schalter übrig geblieben – so auch erfreulicherweise der Drehregler für die Audio-Lautstärke.
Um es einfach zu halten, bietet Jeep nur zwei Ausstattungslinien für den Compass an. Der umfangreich ausgestattete Summit kommt auf 41.700 Euro, den Altitude bekommt man ab 38.200 Euro.
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