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Smartphone, Navi, Radio: Was ist die häufigste Ursache für tödliche Verkehrsunfälle?

Warum eine der größten Gefahren im Straßenverkehr von vielen unterschätzt wird und die zunehmende Komplexität moderner Fahrzeugsysteme ein Problem sein kann.
ÖAMTC Fahrtechnik/Houdek Photographie

Ablenkung am Steuer zählt nach wie vor zu den größten Gefahren im Straßenverkehr und wird von vielen Autofahrern dennoch oft unterschätzt. Ein spontaner Griff zum Smartphone oder die Bedienung von Infotainment-Systemen während der Fahrt gehören für viele zum Verkehrsalltag – mit teils dramatischen Folgen.

Anstieg von 6,3 Prozent

Auch 2025 war Unachtsamkeit bzw. Ablenkung nach Einschätzung der Polizeiorgane die häufigste Ursache von Verkehrsunfällen. Insgesamt gingen 34 Prozent aller erfassten Unfälle auf die Hauptunfallursache „Unachtsamkeit/Ablenkung“ zurück – ein Anstieg von 6,3 Prozent gegenüber 2024. In absoluten Zahlen bedeutet das 12.882 Unfälle im Jahr 2025 gegenüber 12.123 im Jahr 2024.

Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei den tödlichen Verkehrsunfällen: 2025 verloren 122 Menschen bei Unfällen ihr Leben, bei denen Ablenkung bzw. Unachtsamkeit die Hauptunfallursache war. Das entspricht einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Statistik Austria / Bearbeitung: ÖAMTC).

Besonders kritisch ist aus Sicht der ÖAMTC Fahrtechnik die zunehmende Komplexität moderner Fahrzeugsysteme. Große Touchscreens, verschachtelte Menüs und zahlreiche Funktionen erhöhen die kognitive Belastung während der Fahrt. „Technologie kann unterstützen – sie darf aber nicht dazu führen, dass die Aufmerksamkeit von der Straße weg verlagert wird“, so die Einschätzung von Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik.

Hände weg vom Handy 

Die Forderung der ÖAMTC Fahrtechnik lautet daher klar: Hände weg vom Handy während der Fahrt und Einstellungen im Fahrzeug möglichst vor Fahrtbeginn vornehmen. Auch Assistenzsysteme oder Sprachsteuerung können die Aufmerksamkeit nicht vollständig entlasten.

„Fahrtechnik bedeutet nicht nur, das Fahrzeug zu beherrschen, sondern auch, die eigenen Grenzen zu kennen und Risiken bewusst zu vermeiden“, betont Frisch. Wer Ablenkung reduziert, leistet einen entscheidenden Beitrag zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden.

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