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Halten Plug-in-Hybridautos ihre Öko-Versprechen nicht ein?

Laut einer Studie liegt der Kraftstoffverbrauch von PHEVs im realen Betrieb in Europa im Durchschnitt bis zu fünfmal höher als die zertifizierten Werte. Woran es liegt.
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Zusammenfassung

  • Im 1. Halbjahr 2026 entfielen in Österreich 65,5 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen auf Fahrzeuge mit alternativem Antrieb, wobei Benzin-Hybride mit 60.910 Fahrzeugen das stärkste Plus verzeichneten.
  • Eine Empa-Studie im Auftrag des Schweizer Bundesamts für Umwelt zeigt, dass Plug-in-Hybride im realen Betrieb in Europa im Schnitt bis zu fünfmal mehr Kraftstoff verbrauchen als laut Typgenehmigung angegeben.
  • Als Ursachen nennt die Untersuchung unter anderem niedrige Temperaturen, dynamischen Fahrstil und Zusatzheizungen, die die elektrische Reichweite senken und den Einsatz des Verbrennungsmotors erhöhen.

Im 1. Halbjahr 2026 wurden in Österreich 107 836 Pkw mit alternativem Antriebssystem neu zum Verkehr zugelassen. Das größte Plus verzeichnen die Benzin-Hybriden: 60 910 Benzin-Hybrid-Pkw, das sind +33,5 Prozent, wurden laut Statistik Austria gemeldet. Zum Vergleich: 40 060 waren rein elektrisch betriebene Pkw (+27,0 Prozent), und 6 864 Diesel-Hybrid-Pkw ( −10,7 Prozent).

Beliebt sind sie also. Aber: Wie schlagen sich diese wirklich in Sachen Klimafreundlichkeit? 

Eine Studie der eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) im Auftrag des Schweizer Bundesamtes für Umwelt (Bafu) hat sich dies nun genauer angesehen. Denn auch bei unseren westlichen Nachbarn spielen Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEVs) eine wichtige Rolle beim Übergang zu nachhaltigem Verkehr.

Doch die Untersuchung zeigt: Plug-in-Hybridautos halten ihre Öko-Versprechen nicht unbedingt ein. Denn ihre Leistung im realen Betrieb weicht häufig von den Typgenehmigungswerten ab. Diese Abweichungen sind auf Faktoren zurückzuführen, die in Standardprüfverfahren nicht erfasst werden: Darunter Fahrdynamik, Umgebungstemperatur und der Einsatz von Hilfssystemen.

Deutlich weniger elektrische Reichweite unter anspruchsvollen Bedingungen

Infolgedessen liegt der Kraftstoffverbrauch von PHEVs im realen Betrieb in Europa im Durchschnitt bis zu fünfmal höher als die zertifizierten Werte. Um diese Diskrepanz zu beheben, liefert die vorliegende Studie eine empirische Bewertung der Leistung von acht PHEV-Pkw anhand kontrollierter Prüfstandsmessungen unter verschiedenen Bedingungen. Die Analysen konzentrieren sich auf den Einfluss niedriger Umgebungstemperaturen, dynamischen Fahrstils und Zusatzheizungen auf die elektrische Reichweite, den Energieverbrauch (Kraftstoff- und Strombedarf) sowie die Emissionen von Kohlendioxid und wichtigen Schadstoffen. 

Die Ergebnisse zeigen eine erhebliche Verringerung der elektrischen Reichweite unter anspruchsvollen Bedingungen, was zu einer stärkeren Inanspruchnahme des Verbrennungsmotors und damit zu einem höheren Kraftstoffverbrauch und höheren Emissionen führt. 

Laut SRF ist die Diskrepanz in den letzten Jahren größer geworden: Für Fahrzeuge mit Erstzulassung 2021 lag der reale Wert im Durchschnitt noch etwa beim 3,5-fachen des Typprüfwerts.

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