Benzin, Diesel, Strom: Welche Antriebsart passt zu mir?
Benzin oder Diesel, mit oder ohne Strom. Oder ganz mit Strom? Wer aktuell ein Auto anschaffen möchte, hat die große Auswahl – nicht nur bei den Marken und Modellen. Auch, was die Art des Antriebs angeht. Aus sechs verschiedenen Antriebsarten kann man zumindest wählen: Benzin oder Diesel, Benzin-Hybrid oder Diesel-Hybrid (PHEV), Mild-Hybrid (MHEV) oder Batterieelektrisch (BEV). Theoretisch könnte man auch noch auf Wasserstoff setzen. Das hat, siehe Zulassungsstatistik unten, immerhin eine Person in diesem Jahr bisher getan.
Für jene, die noch nicht ganz schlüssig sind, welches Auto mit welcher Antriebsart das Richtige für sie ist, hier eine Übersicht und Pro-und-Contra-Liste.
Benzin und Diesel
Verbrenner, also Autos mit klassischen Motoren, die mit Benzin oder Diesel fahren, haben ihre Vorteile im Kaufpreis (meist immer noch günstiger) und im großen Tankstellen-Netz. Nachteile: aktuell volatile Treibstoffpreise und der CO2-Ausstoß.
Treibstoffkosten für 100 Kilometer:
– Benzin 12,6 Euro (1,8 Euro pro Liter, Verbrauch: 7 Liter/100 km);
– Diesel 11,4 Euro (1,9 Euro pro Liter, Verbrauch: 6 Liter/100 km).
Mild Hybrid (MHEV)
Ein Mild-Hybrid-Auto kombiniert einen Verbrennungsmotor und einen kleinen Elektromotor. Es gibt kein Aufladen an der Steckdose, der kleine Akku lädt sich beim Fahren von selbst, der elektrische Antrieb unterstützt, schaltet sich etwa beim Anfahren ein oder beim Cruisen. Vorteil: Etwas geringerer Treibstoffverbrauch, zirka zehn bis 15 Prozent können dadurch eingespart werden.
Plug-In-Hybrid (PHEV)
Autos, die einen Verbrenner- (Benzin oder Diesel) und einen Elektromotor haben. Der Akku für den Elektromotor wird mittels Stecker aufgeladen. Die Akkus haben typischerweise eine Speicherkapazität von 10 bis 20 kWh, manche auch 30 bis 40 kWh, was eine Reichweite von 40 bis 80 Kilometer ermöglicht, vereinzelt sind schon 100 Kilometer Reichweite drin.
Vorteile: Rein elektrisches Fahren spart Benzin oder Diesel. PHEV sind sinnvoll, wenn regelmäßig geladen wird.
Nachteile: Teuer. Das Mitführen zweier Technologien schafft hohes Gewicht. Tankinhalt bei PHEV meist gering.
Elektro (BEV)
Autos mit rein elektrischem Antrieb sind lokal emissionsfrei (kein CO2-Ausstoß) und leise. Nachteile sind die langen Ladezeiten (bei Langsamladen) und die Reichweiten (abhängig von der Akkugröße). Elektroautos, vor allem jene mit großen Akkus, sind immer noch relativ kostspielig.
Stromkosten für 100 Kilometer je nach Ladeleistung:
– 7,2 Euro bei 18 kWh-Verbrauch, 40 Cent pro kWh
– 10,8 Euro bei 18 kWh-Verbrauch, 60 Cent pro KWh.Sandra Baierl
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