Toyota C-HR+: Das Plus sorgt für den Strom
Zusammenfassung
- Der Toyota C-HR+ ist ein eigenständiges Elektroauto mit längerer Karosserie und basiert auf einer speziellen E-Plattform.
- Das Modell bietet Front- oder Allradantrieb, zwei Akkugrößen (57,7 oder 77 kWh) und Reichweiten bis zu 607 Kilometer je nach Konfiguration.
- Zur Ausstattung zählen effiziente neue eAxles und eine serienmäßige Wärmepumpe. Preise ab 40.990 Euro.
Wie Elektrifizierung geht, weiß man bei Toyota ja schon lange. Allerdings betraf dies die Hybride. Was die rein elektrischen Modelle betrifft, war der Start noch eher zaghaft. Aber nachdem der bZ4X den Anfang gemacht hat, kommt nun ein Elektroauto nach dem anderen.
Auch ein Bestseller im Hause Toyota wird elektrisch. Der C-HR kommt als E-Auto, allerdings wird der elektrische C-HR ein eigenes Modell, das parallel zum bekannten C-HR mit Hybrid angeboten wird. Den Unterschied macht dabei das "+" in der Modellbezeichnung.
Die Unterschiede zwischen den beiden C-HR gehen aber über die Bezeichnung und die Antriebsart hinaus. So basiert der elektrische C-HR auf einer Elektro-Plattform und verglichen mit dem klassischen C-HR ist er um 160 mm länger (4,52 m) und der Radstand wächst um 110 mm. Das tut den Platzverhältnissen innen - vor allem auf den Rücksitzen - gut. Aber auch der Optik und den Proportionen tut die neu gewonnene Länge gut. Der C-HR+ ist ein elegantes Auto geworden.
Toyota lässt den Kunden beim C-HR+ die Wahl, ob man das Elektroauto mit Front- oder mit Allradantrieb haben möchte. Je nach Antrieb setzt sich auch die Motorleistung und Akkugröße zusammen.
Für den FWD gibt es sowohl den kleineren Akku mit 57,7 kWh (netto 54 kWh) als auch den großen Akku mit 77 kWh (netto 72 kWh). Der Elektromotor leistet in Verbindung mit dem kleinen Akku 123 kW, mit dem großen hat man 165 kW zur Verfügung. Die Verbindung von 77-kWh mit FWD sorgt auch für die größte Reichweite. 607 Kilometer weit kommt der C-HR+ mit dieser Kombination, das Basismodell schafft 458 Kilometer. Dazu kommt die Variante mit Allrad, die es nur mit dem 77-kWh-Akku gibt, der E-Antrieb leistet hier 252 kW - bei einer Reichweite von 507 Kilometer. Nachladen geht an einem DC-Lader mit bis zu 150 kW, an einem AC-Lader sind es 11 kW, es sei denn, man hat den Allradler, dann hat man einen Onboard-Charger für 22 kW an Bord.
Bei unserer ersten Testfahrt in flachem Gebiet bei geringem Autobahnanteil haben wir mit der Allradvariante einen Verbrauch von rund 14 kWh/100 km geschafft und das wäre sogar unter dem WLTP-Wert. Toyota hat auch viel getan, um die Effizienz zu verbessern. Das beginnt mit neuen eAxles - die leichter und kompakter sind und Siliziumkarbid-Halbleiter (SIC) der neuen Generation, die effizienter arbeiten und mehr Leistung produzieren, nutzen. Dazu kommt eine effiziente Klimasteuerung und eine Wärmepumpe ist in allen Varianten serienmäßig an Bord.
Wie fährt sich der C-HR+ sonst? Grundsätzlich ist man natürlich auf der komfortablen Seite unterwegs, das Fahrwerk federt fein und auch die Exaktheit der Lenkung passt zu diesem Typus von Auto. Zudem lässt sich die Kraft beim Beschleunigen gut dosieren. Gleiches gilt für die Verzögerung. Mit Schaltwippen kann man die Stärke der Rekuperation feinjustieren, wobei die Unterschiede zwischen den Stufen nicht allzu groß ausfallen.
In Sachen Bedienung wird natürlich viel über den zentralen Touchscreen geregelt, Funktionen, die man rasch zur Hand haben will (wie Temperaturregelung oder Audio-Lautstärke), sind aber über Drehregler justierbar. Praktisch auch die beiden Ablagen für das induktive Laden des Smartphones.
Je nach Antriebskonfiguration gibt es auch unterschiedliche Ausstattungen. Die Basisversion "Active" kostet 40.990 Euro, den C-HR+ als Teamplayer (Frontantrieb und 77 kWh) gibt es ab 45.390 Euro, der Allradler (Lounge-Ausstattung) kommt auf 52.190 Euro.
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