Neuer Audi Q7: Diesel, 4D-Klang und Platz für sieben
Zusammenfassung
- Audi bringt den Q7 in dritter Generation mit leicht veränderten Proportionen, neuen Lichttechnologien und optional bis zu sieben Sitzen auf den Markt.
- Im Fokus stehen Komfort und Technik mit hochwertigem Interieur, Panoramaglasdach, 4D-Klangsystem und auf Wunsch Luftfederung sowie Allradlenkung.
- Zum Start kommt der Q7 als 3,0-Liter-V6-Diesel-Mildhybrid mit 245 oder 299 PS ab 106.800 Euro, später folgen Plug-in-Hybrid und Benziner.
Mit ihm hat alles begonnen. Zumindest wenn es um die Q-Familie bei Audi geht. Der Q7 war das erste SUV von Audi, das die Bezeichnung Q im Namen führte – weitere Qs sollten folgen, zuletzt der Q9, der nunmehr das Überdrüber-SUV der Ingolstädter sein wird. Aber um den geht es nicht, es geht hier um den Q7.
Audi bringt das SUV nunmehr in dritter Generation auf den Markt. Wenn es um die Neuzulassungen geht, sind die mittleren Größen wie der Q3 oder der Q5 in unseren Regionen natürlich gefragter. Wichtigster Markt für den Q7 ist vor allem Nordamerika. Der heimische Importeur rechnet aber vor, dass seit 2005 immerhin über 8.300 Q7 in Österreich zugelassen wurden.
Im Vergleich zum Vorgänger ist die neue Generation sogar etwas kürzer geworden, wir sprechen hier von 11 mm, gleichzeitig ist er breiter geworden (jetzt 2.010 mm). Repräsentative Proportionen nennt man in Ingolstadt die neue Statur des SUV. Was freilich als erstes ins Auge sticht, ist aber der massive Kühlergrill, der nicht minder repräsentativ ist und schon von weitem verheißt, hier kommt ein Audi (und zwar ein ziemlich großer). Wie man es von den Modellen der Marke kennt, kann man hier eine Beleuchtung integrieren (ist von Ausstattung bzw. Markt abhängig). Digitale Matrix-LED-Scheinwerfer mit Mikro-LED–Modul sind optional zu haben und am Heck hat der neue Q7 digitale OLED–Heckleuchten der dritten Generation mit Kommunikationslicht und aktiver digitaler Lichtsignatur Die digitale Lichtsignatur kann der Fahrer nach Vorlieben einstellen, insgesamt stehen acht Lichtsignaturen zur Auswahl.
Eine neue Funktion haben die Blinker – das erweiterte Blinklicht projiziert Pfeile auf den Boden und zeigt so an, wohin man abbiegen will. Das soll andere Verkehrsteilnehmer noch besser auf ein Abbiegen hinweisen. Ist natürlich eine Option, die man über ein Technikpaket bekommt.
Audi bietet für den Q7 drei Sitzkonfigurationen an. Basis ist der klassische Fünfsitzer, optional kann man den Audi aber auch mit sieben bzw. sechs Sitzen ausstatten - in letzterer Version besteht die mittlere Reihe aus zwei bequemen Einzelsitzen und das ist neu für den Q7. Und wie sitzt man ganz hinten? Nun, längere Strecken mag man dort niemandem zumuten, aber kurzfristig kann man es auch als Erwachsener durchaus aushalten - sagen wir so, es gibt andere Siebensitzer, die für mehr Klaustrophobie sorgen.
Dabei klappen die Sitze höchst bequem elektrisch auf Knopfdruck zusammen. Für Österreich rechnet man übrigens damit, dass sich fast 70 Prozent der Kunden für den Siebensitzer entscheiden werden.
Natürlich wirkt das Interieur sonst hochwertig und technisch ausgefeilt. Die Audi-Leute demonstrieren stolz neue Features fürs Wohlbefinden, wie das Panoramaglasdach samt justierbarer Transparenz und Lichtinszenierung oder das Soundsystem mit 4D–Klang. Letzteres zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass (bei entsprechender Lautstärke) auch die Vordersitze mittels Sitzaktuatoren vibrieren, um vor allem die Bässe zu verstärken (kann man aber wegschalten, wenn man das nicht mag).
Diesel–Hybrid
Stichwort Klang. Fährt man mit dem Q7 los, weiß man, was unter der Motorhaube arbeitet. Hier brummt - dezent, aber eindeutig als solcher wahrnehmbar - noch ein echter Diesel. Der 3-l-V6 arbeitet mit Audis MHEV-plus-Technologie, ist also ein Mildhybrid, wobei der Triebstranggenerator 18 kW beisteuert und kurzzeitig auch rein elektrisches Fahren möglich macht. Jedenfalls passt der starke Diesel fein ins große Audi-SUV. 299 PS beträgt die Systemleistung in unserem Test-Q7 und mit E-Unterstützung und einem elektrisch angetriebenen Verdichter ist praktisch immer genügend Kraft vorhanden. Die Schaltarbeit übernimmt eine 8-Stufen-Automatik und die Kraft wird mittels Allradantrieb auf die Straße übertragen. Vor allem, wenn man dann noch die Allradlenkung verbaut hat, wirkt der Q7 alles andere als schwerfällig - und wir reden hier immerhin von einem 2,5-Tonnen-Auto. Vor allem aber ist der Audi ein angenehmes Reiseauto. Wählt man die optionale Luftfederung, hat man die Wahl zwischen Comfort- und Sport-Abstimmung, wobei Comfort eigentlich wunderbar zum Wesen des Q7 passt.
Was ist uns noch aufgefallen? Auch der Q7 bekommt die neue Lenkradbedieneinheit, wie man sie schon vom neuen Q3 kennt. Das ist anfangs etwas eigen, vor allem, wenn es um den Blinker geht, man gewöhnt sich aber auch schnell daran.
Der neue Q7, der übrigens in Österreichs Nachbarschaft in Bratislava produziert wird, startet im September.
Neben dem Q7 mit 299 PS wird auch eine Variante mit 245 PS verfügbar sein. Die kostet ab 106.800 Euro, der stärkere Diesel kommt auf 110.600 Euro. Wer partout keinen Diesel mag, kann im kommenden Jahr zu einem Plug-in-Hybrid oder zu einem V6 TFSI greifen.
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