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Kommentar
09/01/2021

Inflation: Bringen Sie Ihr Geld in Sicherheit

Vieles spricht dafür, dass die hohe Inflation gekommen ist, um zu bleiben.

von Wolfgang Unterhuber

Das hat gestern eingeschlagen: In der Eurozone lag die Inflation im August bei drei Prozent. In Deutschland stiegen die Preise sogar um 3,9 Prozent und in Österreich um 3,1 Prozent.

Noch zu Beginn des Jahres sprachen Experten von „Deflation oder Inflation“. Sie lagen alle falsch.

Kommt eine hohe Dauer-Inflation?

Die Frage kann jetzt nur noch lauten: Droht eine dauerhaft hohe Inflation bei daraus resultierender Geldvernichtung durch die Notenbanken dank ihrer Nullzinspolitik?

Vieles spricht dafür. Die Globalisierung gerät dank der Zick-Zack-Corona-Politik der Regierenden erneut unter Druck.

Die Lieferketten reißen. Überall herrscht Arbeitskräftemangel.

Und da wäre auch der Klimawandel mit neuen Co2-Steuern, die so fix kommen werden, wie ein linker Wahlsieg in Deutschland mit völlig unberechenbaren Folgen für die größte Volkswirtschaft Europas.

Ultralockere Geldpolitik

Dazu kommen weltweit gigantische staatliche Rettungs- und Investitionspakete. Und das Ganze in Kombination mit einer nach wie vor ultralockeren Geldpolitik.  

Und steigen die Inflationsbefürchtungen, fordern die Gewerkschaften höheren Lohn. No na. Und die Banken passen dann auch noch ihre Kreditkonditionen an. So erzeugt Inflation dann neue Inflation.

Wien macht das in seinem städtischen Laboratorium zur Drangsalierung der Nettosteuerzahler schon seit Jahrzehnten so. Man erhöht die Gebühren anhand der steigenden Inflationsrate durch erhöhte Gebühren.

Zurück zu den Experten: Es hieß, dass die derzeitigen Inflationsraten vor allem auf Basis-, Einmal- oder Sondereffekten beruhen. Es ist beunruhigend, dass derlei Stimmen zuletzt verstummt sind.

Staatsschulden explodieren

EZB-Zentrale in Frankfurt am Main

Beunruhigend sind auch die Staatsschulden. Die ständige Krisenbekämpfung seit 2008/09 hat die Schuldenstände der meisten Industriestaaten weit über die Wirtschaftsleistung getrieben.

An den Märkten machen Gerüchte die Runde, die Regierungen könnten die Wahnsinns-Schulden durch die Inflation senken.

Das gilt ja auch für Konsumenten. Wer Schulden hat, freut sich jetzt über ihre Entwertung durch hohe Inflation.

Wer Geld auf der Bank hat, darf jetzt um sein Erspartes zittern.

EZB wird nichts tun

Denn es sieht nicht so aus, dass die EZB den Leitzins erhöhen wird. Die Enteignung der Sparer hat also voll begonnen.

Die EZB muss nämlich vorrangig den Euro zusammenhalten. Ein Anstieg der langfristigen Kapitalmarktzinsen würde schließlich die Schuldenlast der südeuropäischen Staaten zum Einsturz bringen. Und damit wäre der Euro in Gefahr.

Fazit: Die Sparer im Euroraum zahlen jetzt die Zeche dafür, dass die südeuropäischen Volkswirtschaften auf Schulden-Sand gebaut sind. Übrigens: die Griechenland-Krise wurde nie wirklich gelöst.

Bringen Sie also Ihr erspartes Geld in Sicherheit!

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