„Bitte nur mit Stich“

„Urlaub in der Corona-Krise“.
Kommt nach „Adults only“ nun „Vaccinated only“ als Werbemasche im Tourismus? Warum eigentlich nicht.
Elisabeth  Hofer

Elisabeth Hofer

Ausreichend Impfstoff, Platz auf den Intensivstationen, geringe Inzidenzen – wir haben es weit geschafft. Neue Herausforderung ist, Regeln für die „neue Normalität“ zu finden. Österreich setzt auf die 3 G, andere Länder verschärfen die Regeln wegen der Delta-Variante bereits wieder, lassen etwa nur noch doppelt Geimpfte einreisen. So werden es auch einige Reiseveranstalter halten.

Kommt nach „Adults only“ nun „Vaccinated only“ als Werbemasche im Tourismus? Warum eigentlich nicht.

Erstens sind nur Vollimmunisierte bestmöglich vor Virusvarianten geschützt, zweitens sei es privaten Unternehmen unbenommen, Regeln für ihre Gäste festzulegen. Immerhin wäre ein PR-Debakel durch einen Cluster für die ohnehin schon krisengebeutelten Betriebe kaum mehr wegzustecken. Impfpflicht als Selbstschutz quasi.

Das eigentliche Problem: Wo dank Impfung nicht mehr getestet wird, fällt ein Infektionsherd erst auf, wenn reihenweise „verschnupfte“ Gäste vom Frühstücksbuffet zurückkehren. (Auch der U-Ausschuss-Cluster fiel ja erst durch den positiven Test eines nicht-geimpften Abgeordneten auf.)

Bei impfbedingt mildem Verlauf ist das kein Problem. Das wird es erst zurück im Büro, wo der Arbeitgeber keine Impfpflicht verhängen darf und der Buffet-Schnupfen bei nicht immunisierten Kollegen lebensgefährlich werden kann.

Porträt einer jungen Frau vor dem Hintergrund des „Kurier“-Logos.

Kommentare