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07/08/2022

Deutsche Bundeswehr wird sich wieder an Bosnien-Einsatz beteiligen

Die Entsendung von bis zu 50 Männern und Frauen wird bis 30. Juni 2023 begrenzt.

Die deutsche Bundeswehr wird sich nach einem Beschluss des Bundestages wieder mit bis zu 50 Männern und Frauen an dem EU-Militäreinsatz in Bosnien-Herzegowina beteiligen. Einem Mandat dafür stimmte das Parlament am Freitag in Berlin mehrheitlich mit 518 Stimmen zu (Nein: 96, Enthaltungen: 3). Die Entsendung deutscher Soldaten für die Mission EUFOR Althea ist demnach zunächst bis zum 30. Juni 2023 begrenzt.

Sie ist auch eine Reaktion auf wachsende Spannungen und Abspaltungstendenzen der bosnischen Serben und soll zudem einen Beitrag dazu leisten, weiteren Einflussnahmen Russlands einen Riegel vorzuschieben. Das österreichische Bundesheer ist mit rund 180 Soldaten daran beteiligt. Die Gesamtstärke beträgt rund 600. Derzeit hat der österreichische Generalmajor Anton Wessely das Kommando.

Zwei Beobachtungs- und Verbindungsteams

Dem Krieg in Bosnien-Herzegowina waren zwischen 1992 und 1995 etwa 100.000 Menschen zum Opfer gefallen, mehr als zwei Millionen Menschen wurden vertrieben. Um die Umsetzung des Friedensvertrags von Dayton zu überwachen und die Sicherheit im Land zu sichern, war 2004 die EU-Mission EUFOR Althea ins Leben gerufen worden. Sie folgte auf die NATO-Operationen IFOR und SFOR in dem Land. Deutschland war seit November 2012 nicht mehr daran beteiligt.

Die deutsche Bundeswehr soll Personal im Hauptquartier in Sarajevo sowie zwei leicht bewaffnete Beobachtungs- und Verbindungsteams stellen, die in Städten oder Ortschaften Auge und Ohr für die Mission sein werden.

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