Sternderl schauen: Sternschnuppennächte erreichen Höhepunkt

Sternderl schauen: Sternschnuppennächte erreichen Höhepunkt
Die besten Tipps und alles Wissenswerte rund um das aktuelle Thema Perseidenschauer

Wie jedes Jahr häufen sich im Sommer die Sichtungen von Sternschnuppen. Das wunderschöne Phänomen, das den Nachthimmel erhellt, erfreut nicht nur Kinder. Auch Erwachsene finden Gefallen an den leuchtenden Spuren und sind bisweilen dabei zu beobachten, wie sie ebenfalls kurz die Augen schließen und sich etwas wünschen. Aber wie entstehen sie? Und warum sind Sternschnuppen im Sommer so häufig? Letzteres hängt damit zusammen, dass der Komet 109P/Swift-Tuttle alle 130 Jahre einmal die Sonne umkreist. Er hinterlässt dabei eine Dreckspur aus kleinen Gesteinsteilchen.

Weil der Komet schon so oft die Sonne umkreiste, ist die Spur dicht und viele dieser Rückstände befinden sich im All. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn jedes Jahr im Sommer die Überreste der Swift-Tuttle-Tour. Weil sie natürlich nicht ausweichen kann, kollidieren die Gesteinsbröckchen des Kometen mit der Erde – mit einer Geschwindigkeit von bis zu 216.000 km/h. Der Luftwiderstand bremst die Gesteinsbrocken, die oft nur die Größe eines Kieselsteins haben, ab. Es entsteht Reibung, dadurch wiederum Hitze. Und die wird so groß, dass die Luft zu glühen beginnt. Durchschnittlich dauert das Aufleuchten der Staubspur etwa eine Sekunde.

Sternderl schauen: Sternschnuppennächte erreichen Höhepunkt

Seinen Höhepunkt erreichen die sogenannten Perseidenschauer am 12. August. Je nach genauem Datum sind dann zwischen 10 und 20 Meteore pro Stunde zu sehen. Ab Mitternacht können es dann auch 40 pro Stunde sein. In diesem Jahr sind die Chancen auf Sichtungen besonders gut. Denn in der Nacht vom 12. auf den 13. August geht der Mond schon früh unter, es ist eine fast mondlose Nacht. Am Himmel selbst stört also keine Lichtquelle das Spektakel. Doch was sollte man beachten, damit man eine unvergessliche Sternschnuppennacht erlebt?

Die Wahl des richtigen Ortes

  • Ideal ist ein Platz mit freier Sicht nach Osten
  • Der Beobachtungsplatz sollte möglichst dunkel sein
  • Achten Sie darauf, dass keine Lichtquellen stören
  • Ideal sind Orte weit weg von Städten; ideal sind der Nationalpark Gesäuse (Steiermark), das Lungau im Salzburger Land, das Lichtschutzgebiet Dürrenstein (Niederösterreich), der Sternweg Großmugl (Niederösterreich) und die Emberger Alm in Kärnten
  • Diese Karte gibt Auskunft darüber, wie groß die Lichtverschmutzung in einer Region ist – je höher, desto niedriger ist die Wahrscheinlichkeit für Sichtungen
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Sternenkino ganz bequem

Für eine erfolgreiche Sternschnuppennacht hat sich bewährt, eine Picknickdecke und Kissen mitzubringen. Am besten, Sie legen sich flach auf den Rücken, mit den Füßen nach Nordosten. Getränke und ein paar Snacks sind auch nie verkehrt.

Die richtige Einstellung

Sie möchten Sternschnuppen fotografieren? Alles, was man dafür benötigt, sind ein Stativ, eine Spiegelreflexkamera und Geduld. Die richtige Einstellung ist ebenfalls wichtig:

  • Kamera auf manuell stellen (Modus M)
  • Weitwinkelobjektiv wählen
  • Blende 2.8
  • Als Verschlusszeit 25 Sekunden wählen
  • ISO auf 3200 Einstellen
  • Weißabgleich 2800
  • Kamera auf Stativ montieren und in den Himmel richten
  • Fokus auf unendlich
  • Fernauslöser verwenden

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