Viele verschiedene Kleiderbügel aus Holz, Kunststoff und Metall sind ordentlich an einer Wand angeordnet.
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Die Geschichte der Kleiderbügel und was es darüber zu wissen gibt

Die Schau von Aurelia Llois befasst sich mit der Geschichte der Kleiderbügel, von Modellen aus Holz bis Speiseöl.

von Ingrid Greisenegger

Ihre Sammelleidenschaft brach bei Aurelia Llois plötzlich los, als sie auf dem Dachboden eines alten Hauses in ihrem Herkunftsort Langenlois auf Kleiderbügel aus den 1950er- oder 1960er-Jahren stieß: intelligent, ökologisch sauber, genial einfach konstruiert. 

Diese Hänger bestehen einfach nur aus drei geraden Holzstücken, die bedarfsbedingt so verstellt werden können, dass man sie mit sanfter Schulterschräge im Kleiderschrank, aber auch, platzsparend zusammengeklappt, als Reisebegleiter im Koffer platzieren kann.

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Zusammenklappbarer Kleiderbügel aus Holz für die Reise

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Die Kleiderbügel-Falle

Einen anderen Begleiter, made in Italy, der per Aufdruck auch noch „Bon Voyage“ wünscht, hat Llois später einmal per Internet erstanden. „Ich war in die Kleiderbügel-Falle“ getappt, sagt die Journalistin und Künstlerin, die jetzt ihr Sammelgut, inzwischen 500 Stück, in einer Ausstellung in Langenlois präsentiert.

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Aurelia Llois hat eine ganz besondere Sammelleidenschaft. 

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Llois kennt zu jedem eine Geschichte. Schon im 13. Jahrhundert hat man Messgewänder auf schwere Holzbügel gehängt, im viktorianischen England wurden Drahtbügel patentiert, in den 1960er Jahren Kunststoffbügel in Massenproduktion für die aufkommende Perlonhemden-Mode verkauft.

Verzierungen

Aus den späten 60ern stammen dann die ersten „Markenbügel“, Kleiderbügel von Designerhand, wie das stilprägende Kunststoffobjekt von Danilo Silvestrin für das Label Gunther Lambert. Ab den späten 1950ern hat man die Hänger mit Plastikfolie überzogen, zum Teil mit Schaumstoff gepolstert und mit Nieten verziert. 

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Auch Samt oder Gobelinstickerei veredelte sie, die nun nicht nur im Schrank, sondern als Eyecatcher auch in der Vorzimmergarderobe präsent waren. Aurelia Llois, der ein umfassendes Werk über den frühen Biolandbau zu verdanken ist, reflektiert den Nachhaltigkeitsaspekt auch beim Kleiderbügel. „Weiternutzen, wertschätzen und nicht wegwerfen, nur weil anderes in Mode kommt“, schlägt sie vor. Das kreative Umhäkeln mit Wollresten war so gesehen eine individuelle, schonende Hülle für das Naturprodukt Holz. Sie weist auch den Weg aus der Plastikflut. Da ist zum Beispiel „Sharky“, ein Hänger in Hai-Form, dessen Produktionsfirma seit 2021 Kunststoff aus recycliertem Speiseöl verwendet.

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