Warum das Jahr 2016 eine Sekunde länger dauert
Alle vier Jahre findet ein Schaltjahr statt. Unter Einbindung eines sogenannten Schalttags hat der Monat Februar dann 29 statt 28 Tage. Während die Gegebenheiten des Schaltjahres allgemein bekannt sind, tut sich im aktuellen Kalenderjahr ein weitgehend unbekanntes Phänomen auf: die Schaltsekunde.
Da sich die Erde etwas langsamer um sich selbst dreht, als bei der Definition der Sekunde kalkuliert wurde, muss von Zeit zu Zeit eine Schaltsekunde in die koordinierte Weltzeit (UTC) eingefügt werden. Die zusätzliche Sekunde soll die Schwankungen der Erdrotation, die sich zeitlich summieren, ausgleichen.
Was das konkret bedeutet
Die Weltbevölkerung erwartet also in der Nacht von 31. Dezember 2016 auf 1. Jänner 2017 eine Schaltsekunde. In dieser Nacht wird es in unserer Zeitzone nach 0:59:59 also nicht pünktlich ein Uhr früh, sondern erst 0:59:60 schlagen. Eingefügt wird die Schaltsekunde weltweit um 23:59:59 - aufgrund der globalen Zeitzonen und Zeitsverschiebungen, findet die Extrasekunde an unterschiedlichen Orten zur unterschiedlichen Zeitpunkten statt.
Festgelegt werden Schaltsekunden vom Internationalen Dienst für Erdrotation und Referenzsysteme (IERS), der die Erdrotation konstant beobachtet. Im Schnitt sind Schaltsekunden alle 18 Monate notwendig und finden seit 1972 im Idealfall am 31. Dezember oder 30. Juni statt.
Was sich verändert
Funkuhren und Smartphones bzw. andere Mobiltelefone stellen sich automatisch um. Bei analogen Uhren ist von der manuellen Mini-Zeitumstellung von einer Sekunde ohnehin abzusehen.
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