Leben
25.05.2018

Video: US-Amerikanerin verhöhnt Mann mit rassistischer Geste

Die Aufnahmen zeigen eine US-Amerikanerin, die ihre Augen zu schmalen Schlitzen zieht, um einen Mann zu beleidigen.

Ein Vorfall, der sich jüngst in Fremont, Kalifornien, zugetragen hat, sorgt derzeit für Ärger in der lokalen asiatisch-amerikanischen Community. James Ahn, ein koreanisch-amerikanisches Mitglied der Air Force Reserve, fuhr vor wenigen Wochen mit seinem Auto durch Fremont, als eine unbekannte Frau begann, ihn aus ihrem Auto heraus zu beschimpfen. In einem Video, das Ahn auf Facebook teilte, ist zu hören, wie die Frau "Das ist nicht dein verdammtes Land" sagt und ihre Augen zu schmalen Schlitzen zieht.

Ahn teilte das Video vergangenen Montag auf dem sozialen Netzwerk, wo es mittlerweile über 365.000 Mal angesehen wurde. Im Posting zum Clip schreibt Ahn, dass er sich an das Geschwindigkeitslimit gehalten habe und entsprechend langsam gefahren war. Das missfiel der Fahrerin offenbar. Sie habe durch ihre Fahrweise angedeutet, dass er die Spur wechseln soll. "Als ich die Fahrspur wechselte, fuhr sie seitwärts auf mein Auto zu und schnitt mich, als sie sich vor mit einreihte und sprang auf die Bremse", schrieb er. Ahns Freund, der auf der Rückbank des Autos saß, filmte das Manöver und die Verbalattacke.

Keine Ermittlungen

Ahn wandte sich nach dem Vorfall auch an die örtliche Polizei. Eine Sprecherin des  Fremont Police Department sagte gegenüber der New York Post, dass sich auch die von Ahn des Rassismus bezichtigte Frau an die Polizei gewandt habe. Sie habe angegeben, dass Ahn sie provoziert hätte. "Sie sagte, dass er den Streit angefangen hat, indem er sagte, sie solle zurück in ihr Land gehen", so Sprecherin Geneva Bosques. Ahn bestreitet diesen Vorwurf.

Gegen die Frau werde jedenfalls nicht ermittelt, stellte Bosques weiters klar. "Man könnte sagen, dass es sich um Volksverhetzung handelt – und das billigen wir natürlich nicht – aber so schlimm es auch ist, sie ist durch den 1. Zusatzartikel der Verfassung geschützt."

Außerdem sei das Verhalten beider Fahrer zu kritisieren – "die Situation hätte auch für andere Fahrer im Verkehr gefährlich werden können".