Tupperware und Co: Verkaufspartys immer beliebter

Deutsche Direktvertriebsfirmen steigerten ihren Umsatz 2015 um fast sieben Prozent.
Mehrere farbige Kunststoffschüsseln und -becher mit Deckel stehen übereinander.

Direktvertriebsfirmen wie Avon, Tupperware oder Vorwerk haben ihren Umsatz im vergangenen Jahr um knapp sieben Prozent gesteigert. Sie verkauften 2015 Waren und Dienstleistungen im Wert von insgesamt 16,3 Mrd. Euro, wie der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland (BDD) am Montag unter Berufung auf seine Mitgliedsunternehmen mitteilte. 2014 waren es demnach 15,3 Mrd. Euro gewesen.

Menschen schätzen "geselliges Beisammensein"

Zunehmend beliebt sind demnach Verkaufspartys. Der Direktvertrieb werde von vielen Menschen geschätzt, erklärte BDD-Direktor Jochen Acker. "Neben dem anonymen Einkauf im Internet" gingen viele gern auf Verkaufspartys und genössen "das gesellige Beisammensein".

Eine Tupperware-Party in den 1950er Jahren mit einer Verkäuferin und mehreren Kundinnen.
This 1950's photo courtesy of the Smithsonian Archives Center, National Museum of American History Brownie Wise shows Brownie Wise as she tosses a bowl filled with water at a Tupperware party. Tupperware, it seems, is enjoying a renaissance 65 years after it first hit the market with Wonder Bowls, Bell Tumblers and Ice-Tup molds for homemade frozen treats. (Foto:Smithsonian Archives Center, National Museum of American History/AP/dapd)

50 Prozent aller Direktvertriebsunternehmen setzen auf die Verkaufsparty als häufigsten Vertriebsweg, heißt es in einer Studie der Universität Mannheim für den Verband. 2014 waren es demnach noch 47 Prozent. Über einen Internetshop verfügen demnach 40 Prozent der Betriebe. Sie nutzen ihn als zusätzlichen Verkaufsweg.

Im BDD sind 46 Unternehmen organisiert. Dazu gehören etwa der Tiefkühllieferdienst Bofrost, die Kosmetikfirma Mary Kay und der Haushaltswaren-Lieferant Vileda Home.

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