Vom Feriengast zum Skilehrer-Star: So wurde Hanson zu Hansi
Hanson van der Hoeff erfüllte sich seinen Traum: Wie aus einem holländischen Urlauberkind ein Skilehrer in Salzburg wurde.
Ist man mit Skilehrer Hansi auf den Pisten von Alpendorf und Wagrain unterwegs, bleibt man nicht unbemerkt. Ob beim Anstellen an der Liftstation, auf der Piste oder in der Skihütte: Der fesche Niederländer wird von allen sofort erkannt und herzlich begrüßt.
Seine nordische Herkunft erkennt man nicht gleich, denn seine Schützlinge begrüßt er mit einem „Servus“ im besten Pongauer Dialekt. Und Hansi, der eigentlich Hanson van der Hoeff heißt, ist eng mit St. Johann/Alpendorf verbunden. Mit seiner Familie hat er im Pongauer Skiort regelmäßig seinen Winterurlaub verbracht und hat hier als Dreijähriger in der „Skischule Rot Weiss Rot“ das Skifahren erlernt. Sein Skilehrer war Helmut Kreidenhuber, heute ist er sein Chef. Von ihm bekam Hanson auch seinen Spitznamen: „Hansi versteht bei uns jeder“, so Helmut.
Bester Pongauer Dialekt
Der 24-Jährige kommt bei den Einheimischen wie bei den Gästen gut an. Er hat immer ein breites Grinsen im Gesicht, kann sogar gut Witze auf Deutsch erzählen, aber auch ganz ernst werden, wenn etwa Skifahrer ohne schauen im hohen Tempo die Piste queren. Da gibt es von ihm schon einen Ordnungsruf. Im Fall des Falles auch gleich mehrsprachig: niederländisch, englisch, friesisch, dänisch oder französisch.
Bevor er sich in das Abenteuer Skilehrer gestürzt hat, hat er die Ausbildung zum Physiotherapeuten in seiner Heimat abgeschlossen. Mittlerweile ist Hansi die vierte Saison als Skilehrer tätig.
Skiregion Snow Space Salzburg bietet 210 Pistenkilometer.
©Ski Amade Snow Space Salzburg„Jetzt leb’ i’ mein’ Traum“
„Ich hab’ immer mit großen Augen auf die Skilehrer g’schaut. Jetzt leb’ i’ mein’ Traum“, sagt der junge Niederländer. Seine Ausbildung hat er freilich in Österreich absolviert. Vor Kurzem hat er die Prüfung zum Landesskilehrer bestanden.
Hansi ist als Holländer aber keineswegs ein Exot in der roten Skilehrerkluft. Die große Nachfrage nach Skiunterricht auf den heimischen Pisten ist enorm. Das kann mit Österreichern gar nicht abgedeckt werden. Immer öfter kommen die Lehrer in roter Uniform aus dem (EU-)Ausland. Viele davon aus den Niederlanden, aus Dänemark und Deutschland.
So auch in der „Skischule Rot Weiss Rot“. Drei Viertel der Mannschaft sind mittlerweile Nichtösterreicher. Was steht als Nächstes bei Hansi auf dem Karriereplan? „I’ will noch den staatlich geprüften Skilehrer machen.“
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