Alpen Bikepark Schneeberg
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Schneeberg: 8 Fragen und Antworten zum neuen Alpen Bikepark

Mitte Mai eröffnet der „Alpen Bikepark Schneeberg“ – ein weiteres Ziel für Mountainbiker in den Wiener Alpen. Der KURIER hat ihn vorab getestet.

Mit einer Wasserwaage hantiert ein Arbeiter vor dem Schriftzug „Alpen Bikepark Schneeberg“, der soeben auf gestapelten Baumstämmen montiert wurde. Nicht nur bei der Talstation der Schneeberg Sesselbahn wird Anfang Mai fleißig gewerkt: Auch am Hang sind Trailbauer mit Minibagger und Schaufel unterwegs und sorgen für den Feinschliff: Am 15. Mai eröffnet in der Marktgemeinde Puchberg am Schneeberg ein neuer Bikepark für Mountainbiker.

Eröffnung des Alpen Bikepark Schneeberg in Losenheim.

Eröffnung des Alpen Bikepark Schneeberg in Losenheim. V.l.n.r.: Christoph Vielhaber (Niederösterreich Werbung), Christoph Kögler (Betriebsleiter der Schneeberg Sesselbahn) Mariella Klement-Kapeller (Wiener Alpen-"Geschäftsführerin, Gernot Hierner (Niederösterreich Bahnen).

©Filmografie Christian Kremsl

Wenige Tage davor hat der KURIER Christoph Kögler, den Betriebsleiter der Schneeberg Sesselbahn GmbH, getroffen und mit ihm den Bikepark getestet.

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Christoph Kögler, Betriebsleiter der Schneeberg Sesselbahn GmbH,  vor dem „Wallride“, einer hölzernen Steilkurve

©Stefan Hofer

Was Sie wissen sollten

Wie komme ich zum neuen Bikepark? 

Die Talstation befindet sich in der Losenheimer Straße 103 in Puchberg am Schneeberg. Autofrei kann mit dem Zug bis Puchberg und dann mit der Regionalbuslinie 350 (Haltestelle Sesselbahn) anreisen.

Welche Tickets gibt es und wo kann ich sie kaufen?

Es gibt Tages- , Vormittags- und Nachmittagstickets. Diese kann man vor Ort an der Kassa, beim Ticketautomaten oder im Online-Shop vorab kaufen. „Wer eine SkiData-Keycard mit Seriennummer hat, kann von zu Hause das Ticket gleich auf diese aufbuchen“, so Kögler.

Kann ich vor Ort Fahrrad und Ausrüstung ausleihen?

Ja, im Shop direkt bei der Talstation bieten Tom und Jules Downhill- und Enduro-Bikes zum Verleih an. Und natürlich auch Helme und Protektoren wie Brustpanzer, die in einem Bikepark aus Sicherheitsgründen unbedingt empfohlen werden. Eine Werkstatt ist auch dabei.

Wie kommen Fahrrad und Mensch den Berg hinauf?

Mit der Sesselbahn. Das Bike wird seitlich eingehängt. „Zum Start sind wir bei hundertfünfzig Personen, die sich zeitgleich im Bikepark aufhalten können“, sagt Kögler. Es ginge viel mehr, „aber so kommt jeder wirklich zum Fahren und muss nicht anstehen“. Zudem gibt es einen „Uphill“, also eine Bike-Strecke, die bis zum Start bei der Bergstation hinaufführt. Vorteil: Ein Trail-Ticket exklusive Lift ist deutlich günstiger. Nachteil: Die Fahrräder, mit denen man hier Spaß hat und sicher runter düst – also Enduro- und Downhill-Bikes –, sind ziemlich schwer. Ein mehrmaliger Uphill ist wohl nur mit E-Bike zu empfehlen.

Für wen sind die angelegten Strecken geeignet?

Für jede und jeden Radler/in mit Lust am rasanten Bergabfahren. Analog zu Skipisten sind die Strecken in blau (leicht), rot (mittel) und schwarz (schwierig) eingeteilt. Zudem gibt es die Unterscheidung zwischen Lines und Trails. Lines sind künstlich angelegte Strecken, mit „flowigen“ Erdkurven und vereinzelt auch Holzrampen. Trails sind natürliche Pfade, wo Steine und Wurzeln fahrtechnisch herausfordernd sind. Insgesamt sind derzeit mehr als zwölf Kilometer vorhanden – und es wird in den nächsten Jahren noch erweitert. Beim Test der leichteren Lines zeigt sich: Diese sind neu gemacht genussvoll zu fahren, Konzentration und auch ein bisserl Erfahrung schadet aber nicht.

Info

Anreise
Mit der Bahn nach Wr. Neustadt, weiter mit der Puchberger Bahn bis Puchberg, dann mit dem Bus nach Losenheim. oebb.at

1.210 Meter hoch liegt die Bergstation, dann rast man auf Lines und Trails runter. Preise auf alpen-bikepark.at. Infos: wieneralpen.at

Verleih und Zubehör
Direkt beim Bikepark kann man Bikes und Schutzausrüstung ausleihen. Reservierung erforderlich! tomsbikerent.at

Gibt es auch Angebote für Anfänger und Kinder?

Direkt bei der Talstation hat man rund um den Speicherteich einen „Riders Playground“ gebaut, wo es einen Pumptrack für die Kleinen gibt. So ist der Bikepark für Familien sehr gut geeignet. Hier verweist Kögler auf Fahrtechnik-Kurse vor Ort, die etwa für Kids, Frauen oder E-Bike-Fahrer angeboten werden.

Was muss ich beim Runterfahren beachten?

Abstand halten, dem eigenen Können und der Witterung angepasst fahren. Ein Tipp von Kögler: „Beim ersten Mal sollte man eine Line kennenlernen. Auch die Profis tasten sich heran, fahren eine Strecke mehrmals, bevor sie Gas geben.“ Entlang der Strecke gibt es breitere Ausweichstellen und Rastplätze. Zudem viele Schilder, die anzeigen, in welchem Sektor man sich befindet. So kann man bei einem Sturz die Position genau durchgeben.

Wie entsteht ein Bikepark und wie wird er gewartet?

„Wir haben über ein Jahr daran gebaut“, erzählt Kögler. Dafür habe man Trailbauer geholt. Das sind Experten, die wissen, wie man einen Bikepark plant, baut, mit Bagger und per Hand „shaped“ (formt) und wartet. Ein wichtiges Thema ist auch das Wassermanagement, etwa nach Regenfällen. Da habe man in der einjährigen Bauphase schon viel Erfahrung gesammelt und dadurch optimieren können.

Stefan Hofer

Über Stefan Hofer

Stefan Hofer ist seit 2009 beim KURIER. Schreibt für das Ressort Reise.

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