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Port Barton: Das macht das versteckte Paradies so besonders

Auf dieser philippinischen Insel läuft der Tourismus noch etwas langsamer als in anderen Regionen.

Von Nina Hierzenberger

„I will always love youuuu“, dröhnt es inbrünstig aus einem Holzverschlag am weißen Sandstrand von Paradise Island, wo Joey und sein Team für die Schnorchelgruppe frischen Fisch, Reis („Filipino power!“), Calamari, Ananas und Frühlingsrollen anrichten. „Karaoke“, lacht Joey, „das Lieblingshobby der Filipinos.“

Paradise Island, eine der kleinen Trauminseln, die vor Port Barton liegen, ist nur ein Zwischenstopp auf der Schnorcheltour. Hier, an der Westküste von Palawan – eine der größten der 7.641 philippinischen Inseln –, gibt es keine großen Luxushotels, keine Surfwellen und keine dramatischen Felslandschaften, wie sie das touristischere El Nido weiter nördlich bietet.

Port Barton besteht aus wenigen unbefestigten Schotterstraßen, irgendwo kräht immer ein Hahn oder bellt ein Hund, und die nächsten größeren Städte samt Flughafen sind in jeder Richtung vier Stunden entfernt. Port Barton kann man leicht übersehen – und genau das macht seinen Charme aus. Im Ort reihen sich Streetfood-Grills und Marktstände an hippe Läden im Bali-Stil, am Dorfstrand sitzen Reisende auf Sandsäcken und schauen zu, wie die Sonne im Meer versinkt.

Es sind die Strände in der Umgebung mit so klingenden Namen wie Coconut Beach oder White Beach, die Port Barton zu einem lohnenden Reiseziel machen. Wenige Minuten mit dem Bootstaxi entfernt, gibt es vor der Kulisse von weißem Sand, riesigen Kokospalmen und glasklarem Meer weit und breit keine Liegen, Strandverkäufer und Backpacker-Partys. Dafür laufen Babyziegen durch den Sand, ein paar Schweine dösen im Schatten und oben auf einem kleinen Hügel wartet am White Beach ein Lokal für Lunch und kalte Getränke.

Top 3

Bikini Bakery
Hausgemachte Focaccia, Bananenbrot und Iced Latte to go als Proviant für den Strandtag  mitnehmen.

Oastic Beach Sunset Resto
Gemütliches Lokal am Dorfstrand mit traumhafter Tuna Bowl und bestem Sonnenuntergangs-Panorama.

BFF Backpacker Inn
Unterkunft via AirBnB. Vier entzückende, einfache Hütten mit Balkon und Klimaanlage. Info: lovethephilippines.travel

Seestern und Clownfisch

Die ersten Touristen kamen nach Port Barton, als Joey acht Jahre alt war, und schliefen in Zelten am Strand. Heute ist Joey dreißig und bietet mit dem Fischerboot seiner Familie Schnorcheltrips an – zu Starfish Island, wo sich gepunktete Seesterne im seichten Wasser sammeln, zum farbenprächtigen Twin Reef und zu einsamen Inseln zwischen Korallen, Clownfischen und Schildkröten. Dass der Tourismus sich langsam entwickelt, passt für Joey: „Ein bisschen arbeiten, ein bisschen chillen“, schmunzelt er. „Wenn zu viel los ist, kann man die Schönheit des Ortes nicht wertschätzen.“ Vielleicht ist Port Barton gerade deshalb so reizend: weil es noch nicht verlernt hat, wenig zu sein.

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