Pferdestute säugt ihr Fohlen auf einer grünen Klippe mit Meerblick.
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Kühler Norden von Spanien: 5 Gründe für Kantabrien

Im heißen, sonnenverbrannten Spanien gibt es auch einen kühlen, grünen Norden: Kantabrien.

Von Claudia Jörg-Brosche

Ein bisschen Irland, ein bisschen Algarve, Toskana, Steiermark und Tirol: Die zweitkleinste Provinz Spaniens präsentiert sich als perfekte Mischung und begeistert mit unglaublicher Vielfalt. Kaum sonst wo sind Hochgebirge und Meer so nahe beisammen.

  1. Lebendige Geschichte

Sieben Höhlen mit bis zu 40.000 Jahre alter prähistorischer Höhlenmalerei führen zu den Ursprüngen der Menschheit zurück, am bekanntesten ist Altamira. Weiters begeistern
bildschöne, mittelalterliche Städtchen: Santillana del Mar (im Bild), Comillas, Bárcena Mayor, Potes oder das „Heidibergdorf“  (ja, wirklich!)  Mogrovejo in den Picos de Europa dienten mitunter auch als Filmkulissen und laden zum Flanieren ein.

Historische Gasse mit Steinhäusern und Spaziergängern unter blauem Himmel.

Es gibt viele bildschöne, mittelalterliche Städtchen: Santillana del Mar (im Bild)

©Claudia Jörg-Brosche
  1. Wohlschmeckendes Kantabrien

    Die Vielfalt der Landschaft spiegelt sich auch am Teller wider. An der Küste gibt es frischesten Fisch, etwa Bonito (diese Thunfischart zieht im Sommer vorbei), Meeresfrüchte, Sardellen und Tintenfisch. Die Spezialitäten der Berge sind in Karsthöhlen gereifter Käse, der Kichererbsen-Eintopf „Cocido“, Würste, Honig und der Tresterbrand Orujo. In Santander erfreuen Pinchos, eine Variante der spanischen Tapas-Kultur, den Gaumen.

Mehrere frische Fische liegen auf Eis in einer Theke, mit Preisschildern versehen.

An der Küste gibt es frischesten Fisch, etwa Bonito (diese Thunfischart zieht im Sommer vorbei), Meeresfrüchte, Sardellen und Tintenfisch.

©Claudia Jörg-Brosche
  1. Grün, grün, grün

    Sanfte Hügel, saftige Weiden über den Küstenklippen, Wälder: Das im Vergleich zu anderen Landesteilen recht kühle und feuchte Klima sowie neun Flusstäler bescheren eine üppig grüne Landschaft mit opulenter Flora. Das lädt zu Wanderungen ein, besonders schön entlang des Meeres. Auch eine Variante des Jakobsweges nach Santiago, der Camino del Norte, verläuft küstennahe.

Pferdestute säugt ihr Fohlen auf einer grünen Klippe mit Meerblick.

Das Klima ist im Vergleich zu anderen Landesteilen recht kühl und feucht - mit üppig grüner Landschaft.

©Claudia Jörg-Brosche
  1. Strandfreuden

Neunzig spektakuläre Strände, oft von Klippen umrahmt, dahinter Grün: Kantabrien ist zwar kein ausgemachtes Badeparadies (das Wasser ist kühl und oft weht der Wind), lädt aber stets zu Strandspaziergängen ein. Besonders schön ist der Parque Natural  de Oyambre mit einer von Bächen gespeisten Lagune, Binnen- sowie Küstenstränden und ausgedehnten Dünen. Das vielfältige Ökosystem ist auch Anziehungspunkt für Birdwatcher.

Weite Meeresbucht mit Sandbank, grünem Ufer und einer Person auf dem Stand-Up-Paddle-Board.

Neunzig Strände gibt es in Kantabrien, das zwar kein Badeparadies ist, aber zu Strandspaziergängen einlädt.

©Claudia Jörg-Brosche
  1. Hohe Berge nahe dem Meer

Nur fünfundzwanzig Kilometer trennen die Küste vom bis zu 2.600 Meter hohen Kalk-Karstmassiv Picos de Europa – zugleich  der älteste und zweitgrößte Nationalpark Spaniens. Die Anfahrt führt durch die Schlucht La Hermida (Aussichtspunkt Santa Catalina 600 Meter darüber nicht verpassen!). Westlich des entzückenden Ortes Potes schwebt die Gondelbahn Fuente Dé auf 1.823 Meter und erschließt das karge Gebirge für alle.

Schmale Straße windet sich durch ein tiefes, felsiges Bergtal unter bewölktem Himmel.

Nur fünfundzwanzig Kilometer trennen die Küste vom bis zu 2.600 Meter hohen Kalk-Karstmassiv Picos de Europa.

©Claudia Jörg-Brosche

Info

Anreise
Flug Wien–Bilbao mit Austrian Airlines, CO2-Kompensation via atmosfair.de: 16 €.

Wohnen
– Posada El Bosque: kl. Pension bei Potes.
– Hotel Casa de Marqués 5*: Palast in Santillana del Mar. 
–  Posada Punta Liñera: an der Küste mit Meerblick.

Essen
– Restaurante El Remedio in Ruiloba: auf den Klippen.
– Asador Llorente in Potes: Steaks in historischem Ambiente.

Auskunft
turismodecantabria.com, cantabriaspain.co.uk, spain.info

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