Hotel-Duell: Lino delle Fate Bibione gegen. Falkensteiner Jesolo
Zwei Familienhotspots, zwei Welten an der Oberen Adria in Italien: Sommerferien mit Naturerlebnis in Bibione oder Design-Flair am Strand von Jesolo.
Für viele österreichische Familien gehört ein Urlaub in Italien, vor allem an der Oberen Adria, einfach dazu. Jesolo und Bibione sind seit Generationen Klassiker. Aber wo schlafen? Im Hotel Lino delle Fate in Bibione oder im Falkensteiner Hotel Jesolo? Zwei Häuser für unterschiedliche Ansprüche.
Lino delle Fate, Bibione
Die kleinen Kinder zischen auf ihren Laufrädern über den Kies – sie sind am Weg von ihrem Bungalow zum Restaurant oder zu den Pools. Das Lino delle Fate, Eco Village Resort in Bibione hat vier Sterne, hätte sich aber einen Sonderstern verdient – für den vielen Platz, den hier alle haben; wir reden von 250.000 m².
Zum Resort, das den Charakter eines Landschaftsprojekts hat, gehört ein Biodiversitätspark und dieser bestimmt hier vieles – von den Baumaterialien (regionales Lärchenholz) über die Poolheizung (Geothermie) bis hin zu Gratis-Führungen durch den Park. Wer diese verpasst, erlebt ihn trotzdem: Am Weg zum 400 Meter entfernten Privatstrand geht es mit Leihfahrrädern einmal quer durch.
290 Bungalows gibt es im Lino delle Fate, Bibione.
©HerstellerFrühabends, wenn die Sonne den Park in oranges Licht taucht und eine Smaragdeidechse vorbeihuscht, wirkt das alles fast schon magisch.
Zurück im Resort gehen die einen zum Dinner-Buffet, die anderen schnappen sich eine Pizza, um auf der eigenen Terrasse zu essen – seitlich vom Haupthaus hat man 290 Bungalows (für maximal 5 bzw. 7 Personen) in die Landschaft gepflanzt. Man sitzt, umgeben von Grün, nippt am Aperol und ruft den Kindern ein „Warte kurz!“ nach – aber die sind schon am Weg zur allabendlichen Minidisco. Alles ganz schön unaufgeregt und unkompliziert.
Von Nicola Afchar-Negad
Falkensteiner Jesolo
Die Kinder von einst, die mit den Eltern zum Strandurlaub nach Jesolo fuhren, sind heute groß. Mit eigener Familie, gutem Job und der Sehnsucht nach der Oberen Adria, wo die Sommer leicht waren. Nur diesmal mit einer anderen Unterkunft.
Das – gern verächtlich genannte – „Tschesolo“ von einst ist heute etwas anders. Neue Projekte sind entstanden, die Kulisse kippt mancherorts sogar Richtung Miami: weiße, Baukörper, scharfe Kanten, Lamellen. Dahinter steckt Richard Meier, Pritzker-Preisträger aus den USA. Das Areal nennt sich selbstbewusst „Jesolo Lido Design District“. Mittendrin setzt das Falkensteiner dort an, wo dem Badeort lange eine Lücke klaffte: im Premium-Segment.
Ein Blick auf die Adria vom Zimmer des Falkensteiner Jesolo.
©Falkensteiner Hotel & Spa JesoloUnd da hat man sich nicht lumpen lassen. Das Interior-Design sowie die Liegestühle und Sonnenschirme stammen aus der Feder des Star-Architekten Matteo Thun. Dazu gibt es fruchtige Haus-Cocktails im Gastgarten einer Bar im hawaiianischen Stil inklusive knalliger Surfbretter.
Sollte der Strand zu viel werden, gibt es schicke Alternativen: eine verspiegelte Sauna mit Meerblick oder eine große Poollandschaft. Und fürs Abendprogramm das „Hoku“, ein italienisch-japanisches Fusion-Lokal, das auch die Einheimischen stürmen, seit Sushi und Maki zur neueren italienischen Nebenliebe geworden sind.
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