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Der Alpe-Adria-Trail: Etappe für Etappe ins Glück

Der Alpe-Adria-Trail geht eigentlich durch drei Länder. Wer klein anfangen will, bleibt in Kärnten – und findet dort Ausblicke, Kultur und nachhaltigen Komfort.

Von Karin Lehner

Weil die 43 Etappen des Alpe-Adria-Trails mit rund 750 Kilometern von Kärnten über Slowenien bis an die Obere Adria zu viel sind, beschreiten viele Wanderer nur den heimischen Teil. Doch auch der besteht aus 21 Tagesetappen von jeweils rund 20 Kilometern, die aber einzeln absolviert werden können. Soweit möglich, verläuft die Route mit möglichst geringem Höhenunterschied im nicht-alpinen Bereich.

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Der Alpe-Adria-Trail durch Kärnten

©Grafik

Auf dem Weg locken magische Orte, Wasserfälle und historische Zentren. Der Start erfolgt inmitten des Nationalparks Hohe Tauern. Zunächst führt der beschilderte Pfad nach Heiligenblut am Fuße des Großglockners mit der Wallfahrtskirche St. Vinzenz. Statt bequem per Auto über die Hochalpenstraße zu düsen, oben einzukehren und Murmeltiere zu beobachten, führt der Trail durch das Mölltal nach Gmünd. Hier arbeiten Künstler aus dem In- und Ausland in Gastateliers und Galerien.

Nun geht es über die Millstätter Alpe. Der Blick auf den See und den UNESCO-Biosphärenpark Kärntner Nockberge entschädigt für die Mühen des Aufstiegs. Mit dem Bergdorf Arriach folgt der geografische Mittelpunkt Kärntens. Über die Gerlitzen Alpe geht es am Ossiacher See vorbei nach Velden am Wörthersee. Die Baumgartnerhöhe mit Fernblick über den Faaker See ist das Etappenziel für alle Wanderer, die die Adria nicht mit Blasen an den Fersen erreichen wollen.

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Die Millstätter Alpe

©Franz Gerdl

XS-Luxus & kleiner Fußabdruck

Wer die Route nicht selbst organisieren und Pensionen sowie Gasthöfe zwecks Übernachtung vorbuchen möchte, kann die Hilfe des Alpe-Adria-Trail-Buchungscenters in Anspruch nehmen. Letzteres sorgt für Verpflegung, Gepäcktransfer und Guide. Luxuswanderer schreiten von Trail Cube zu Trail Cube, also Mini-Häusern inklusive Komfort, Privatsphäre und Service. Klimabewusste Nomaden buchen das Paket "Wandern ohne ökologischen Fußabdruck", die ausbalancierte Kombination aus bewusstem Verzicht und klimafreundlichem Service. Übernachtet wird in nachhaltig geführten Betrieben. Außerdem lockt nach anstrengenden Wandertagen regionaler und saisonaler Genuss.

An- und Abreise erfolgen per Bahn, die Anbindung per gut getakteter Busse und der Gepäcktransport mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Wer noch mehr für das Klima tun will, kann die Wanderung im Rahmen des regionalen Kompensationsprojekts am Ende sogar klimaneutral abschließen. Der Lohn ist ein Nachhaltigkeitszertifikat inklusive transparent dokumentierter Emissionsbilanz. Ferien ohne Reue.

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