Arsen im Reis: Mit diesem Koch-Trick minimieren Sie die Gefahr
Die meisten Reissorten sind mit Giftstoffen wie Arsen belastet. Welche Reissorten stärker betroffen sind und wie man die Gefahr durch richtiges Kochen minimiert.
Arsen, Kadmium, Pestizide: Stiftung Warentest hat Ende April 40 Reissorten unter die Lupe genommen. Beim Ergebnis könnte einem der Appetit vergehen. In allen Produkten wurde Arsen gefunden, in vielen auch Kadmium.
Reis nimmt Arsen aus Boden und Wasser auf. Der anorganische Anteil des Arsens wird als krebserregend eingestuft, Kadmium kann, vor allem bei längerer Einnahme, Nierenschäden verursachen.
Nur vier der Proben erhielten das Urteil "gut", keine wurde mit "sehr gut" ausgezeichnet. Die Mehrheit des untersuchten Reises bekam die Note "befriedigend", acht nur ein "ausreichend".
Hält man sich beim Kochen aber an einige einfache Regeln, kann man die Schadstoff- und Schwermetallbelastung deutlich minimieren (siehe ganz unten).
Untersucht wurden
- Basmati-Reis
- Parboiled-Reis
- Jasmin-Reis
- Rundkornreis
- Vollkornreis
Je nach Reisart war die Arsenbelastung stark unterschiedlich. Der Basmati schnitt im Test am besten ab. Jasminreis und Parboiled waren häufiger stark belastet. Beim Rundkorn-Reis fiel zwar kein Produkt durch, erreichte aber auch kein "gut".
Bio oder Vollkorn zu kaufen, schützt laut Stiftung Warentest nicht vor Schwermetallbelastung. Einzig um Pestizide braucht man sich beim Bioreis keine Sorgen zu machen. Vollkornreis enthält zwar mehr Nährstoffe, weil das Silberhäutchen und der Keimling nicht abgeschliffen oder abpoliert werden. Genau dort werden aber auch Schadstoffe abgelagert.
Nicht zu viel Reis für Babys und Kinder
Über fünf Kilogramm Reis isst jeder Österreicher im Schnitt, Tendenz leicht steigend. Reis ist durchaus gesund sowie fettarm und enthält Eiweiß, Magnesium und Zink. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät, nicht zu viel Reis und Reis-Produkte wie etwa Reiswaffeln zu essen. Vor allem bei Babys und kleinen Kindern sollte man aufpassen. Vor ausschließlich reisbasierten Breien oder Babynahrung wird abgeraten. Stattdessen sollte man beim Kochen Reis mit Hirse, Buchweizen, Kartoffeln, Mais und Weizen abwechseln.
So können Sie beim Kochen Arsen und Schwermetalle minimieren
Gleich vorab: Ganz bekommt man das Arsen nicht aus dem Reis.
Ein guter Start ist jedoch, den Reis gründlich zu waschen. In Asien ist das gang und gäbe, in Österreich wächst das Bewusstsein erst. So wird nicht nur Arsen abgewaschen sondern auch andere Verunreinigungen und unnötige Stärke. Der Reis wird auch lockerer und klebt nicht so leicht zusammen.
5 Schritte: Richtig Reis waschen
- Reis in eine Schüssel geben und diese mit kaltem Wasser auffüllen, bis der Reis bedeckt ist.
- Mit der Hand "umrühren".
- Die Stärke macht das Wasser trübe.
- Wasser vorsichtig abgießen und mit neuem ersetzen
- Vorgang 2 bis 3 Mal wiederholen, bis das Wasser klarer bleibt.
Tipp: Wenn man ein Sieb in eine Schüssel stellt, kann man das Sieb zum Wasserwechseln einfach herausheben. Es gibt auch extra Reis-Waschschüsseln
Alternativ können Sie den Reis auch wie Nudeln, also schwimmend, kochen und das überschüssige Wasser nachher abgießen.
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