Ostergebäck: Diese Teig-Falle kann krank machen
Backfreude zu Ostern, aber mit Vorsicht: Bestimmte Mikroben überleben im rohen Teig. Worauf in der Küche geachtet werden soll.
Osterzopf, Osterkranz, Osterpinzen, Osterlamm: Zum Festbrauch gehören nicht nur bunte Eier, sondern auch Süßes aus Germ- oder Rührteig. Ob man beim Backen auf frische Zutaten setzt oder Fertigteige beziehungsweise Backmischungen nutzt: Um die eigene Gesundheit zu schützen, sollten bestimmte Hygieneregeln in der Küche beachtet werden.
Der Grund dafür: Backmischungen, Fertigteige aber auch Mehle, können mit STEC-Bakterien verunreinigt sein. Mikroben dieser Art gehören laut AGES gehören zu Escherichia (E.) coli, als Teil der normalen Darmflora bei Mensch und Tier. Erwerben sie jedoch die Fähigkeit zur Bildung eines bestimmten Toxins, des Shigatoxins, werden sie nach diesem Giftstoff Shigatoxin-bildende E. coli (STEC) genannt.
STEC sind empfindlich gegen Hitze, überleben jedoch in gefrorenen Lebensmitteln und in saurem Milieu. Sie können Durchfallerkrankungen erzeugen, die von starker Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen begleitet sind und länger dauern.
Rund um Ostern warnt nun das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Konsumenten davor, weil in koordinierten Kontrollprogrammen der amtlichen Lebensmittelüberwachung in der jüngsten Vergangenheit in circa jeder zehnten Probe STEC-Bakterien nachgewiesen wurden.
Umgang mit rohen Eiern
Neben Mehl sind aber auch frische Eier eine Grundzutat jedes Rührteigs. Auch sie können mit gesundheitsgefährdenden Bakterien verunreinigt sein.
Ein bekanntes Beispiel sind Salmonellen, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Das sei zwar selten, dennoch sollten auch beim Umgang mit rohen Eiern die üblichen Hygienemaßnahmen befolgt werden.
Damit das gemeinsame Oster-Backen eine ungetrübte Freude bleibt, sollte auf das Naschen von rohem Teig unbedingt verzichtet werden.
Erst nach vollständigem Erhitzen im Backrohr werden mögliche im Teig vorhandene STEC-Bakterien oder Salmonellen zuverlässig abgetötet. Kochen und Frittieren hilft ebenfalls. Das Lebensmittel muss dabei an allen Stellen mindestens für zwei Minuten auf 70 Grad Celsius erhitzt werden.
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