Ein Glas mit einem schaumigen Dirty Soda und Kirschen als Dekoration steht auf einem Tisch.
Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Dirty Soda - Warum alle nach der Trend-Limo verrückt sind

Erst tranken es die Mormonen, dann kamen Tiktok-Rezepte, jetzt verkauft es sogar McDonald's: Dirty Soda ist der neue US-Getränke-Trend, der jetzt zu uns kommt.

Das Rezept ist einfach, die Variationen schier unendlich: Dirty Soda ist laut NY Times das Trendgetränk und schon längst kein Geheimtipp mehr. Inzwischen kann man Dirty Soda schon bei McDonald's und Dunkin' bestellen. Dass es auf Tiktok Rezepte zuhauf gibt, die total einfach nachzumachen sind, trug sein Übriges zur Popularität bei. 

So funktioniert Dirty Soda

Man braucht 

  • Limonade
  • Eiswürfel
  • Sirup
  • Kaffeeobers, Milch, Schlagobers oder pflanzliche Milchalternativen
  • Auch Obst passt gut dazu, muss aber nicht hinein

Das Endergebnis kann von der süßesten Kalorienbombe, die jedem Tortenstück Konkurrenz macht, bis zu fruchtig-erfrischend gehen, wenn man etwa den Sirup durch Frucht ersetzt und bei der Limonade auf die Light-Variante setzt. 

Unendliche Varianten

Als Limonade eignen sich Cola, Sprite, Fanta und Co., aber auch selbst gemachte Limonaden. In den USA macht man den Drink hauptsächlich mit Coffee-Creamer, bei uns als Kaffeeobers bekannt ist. Das muss aber nicht sein. Milch macht sich genauso gut wie etwa Kokos- oder Hafermilch. Wer es deftiger will, gönnt sich Schlagobers. 

Bei den Sirupen ist die Auswahl enorm und wer gerne selbst welchen ansetzt, kann sich sein Dirty Soda praktisch auf den Leib schneidern. Auch bei den Früchten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Geschnitten, als Püree oder Kompott inklusive Saft. Was schmeckt, ist erlaubt. Und sind die Früchte süß genug, kann man den Sirup auch weglassen. 

Auch bei der Milch gibt es inzwischen unzählige Geschmacksrichtungen. Vanillemilch ist etwa ein heißer Tipp, Hafermilch gibt es in verschiedensten Varianten und auch Kokosmilch ist ein heißer Tipp. Es zahlt sich aus, durchzuprobieren, welche Früchte und Sirupe mit welcher Milch harmonieren. 

Wer hat's erfunden?

Seinen Ausgang nahm das Trendgetränk bei den Mormonen, die aus religiösen Gründen auf Alkohol, Tee und Kaffee verzichten. Um soziales Trinken zu ermöglichen, wurde man kreativ. Durch die US-Reality-Show "The Secret Lives of Mormon Wives" erfuhr die breite Masse von Dirty Sody. Da in den USA, genau wie in Österreich, immer mehr Leute immer weniger Alkohol trinken, wollten viele Zuschauer den Drink ausprobieren. 

Experimentierfreudige begannen, Rezepte auf Tiktok hochzuladen. Und da das Getränk optisch etwas hermacht und für jeden Geschmack anpassbar ist, explodierte der Trend regelrecht.

Dirty-Sody-Vorreiter profitieren vom Gusto auf den süßen Drink. Die Soda-Shop-Kette Swig, einst ausschließlich in der Mormonen-Hochburg Utah beheimatet, eröffnete in den vergangenen Jahren über 100 neue Filialen in 16 Bundesstaaten. McDonald's, Chick-fil-A und Dunkin' sprangen in den USA ebenfalls auf den Trend auf. 

Über Marianne Lampl

Redakteurin und Digital Producer bei KURIER und freizeit.at, dem Digitalformat der KURIER freizeit. Geboren im Burgenland, für den Besuch einer Kunstschule mit 13 Jahren nach Wien gekommen. Studierte dann später in Graz Journalismus und arbeitete anschließend in Wien beim ORF, bei Heute und PULS24.at, unter anderem als Ressortleiterin für Szene, Lifestyle, Entertainment und Kultur. Seit 2024 bei KURIER und freizeit.at.

Kommentare